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Planspiel Kommunalpolitik : Glinde: Beachclub ja oder nein

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit dem fiktiven Antrag, am Freibad in Glinde einen Beach-Club zu errichten, haben sich Zehnklässler der Rosenstadtschule im Rahmen des Planspiels Kommunalpolitik auseinandergesetzt. Nach mehrstündiger Diskussion fanden die Jugendlichen einen klugen Kompromiss: „Der vorhandene Kiosk wird renoviert und erweitert“ lautete ihre Entscheidung.

shz.de von
erstellt am 14.Mär.2013 | 19:32 Uhr

Das ist das Resultat des jüngsten Planspiels Kommunalpolitik, zu dem Bürgervorsteherin Heike Baumann die Klasse 10c eingeladen hatte. Die 24 Schülerinnen und Schüler, die sich zusammen mit ihrer Klassen- und WiPo-Lehrerin Gisela Leffers auf den Praxistermin im Rathaus vorbereitet hatten, schlüpften einen Vormittag lang in die Rolle von Uetersener Ratherren und –frauen bzw. von Vertretern des Jugendforums. Im Beisein der Politik-Paten Hubert Trenkner (SPD), Michael Reibe (CDU), Jürgen Müller (BfB) und Rolf Maßow (FPD) diskutierten die Schülerinnen und Schüler der Rosenstadtschule als Mitglieder der fiktiven Parteien der Gelben, der Rosafarbenen und der Blauen lebhaft und engagiert.

Die Pro-Argumente – das Freibad würde durch einen Beach-Club aufgewertet und wäre ein toller Treffpunkt für junge Leute – konnten sich letztlich nicht gegen die Kontra-Argumente – zu teuer und Gefahr der Verschmutzung des Geländes und des Alkoholmissbrauchs unter jungen Leuten – durchsetzen. Wer welcher Partei angehörte, wurde per Losverfahren entschieden. Am Ende waren die Schülerinnen und Schüler um einige Erkenntnisse reicher. „Wir sind mit unterschiedlichsten Erwartungen hergekommen, einige waren interessiert, andere dachten es wäre langweilig“, fassten die „Pressesprecher“ Mona Sander, Kaija Holtorf, Micahit Tagac und Mark Giovani zusammen. Am Ende stand bei vielen die Erkenntnis, dass rege Diskussionen und Politik Spaß machen. „Der Einblick in die Kommunalpolitik hat uns das Gefühl gegeben, selbst am Geschehen teil zu haben“, so Micahit Tagac.

Als Initiatorin des Planspiels hat Bürgervorsteherin Heike Baumann das Ziel, junge Menschen an Politik heranzuführen. Seit inzwischen vier Jahren lädt sie Klassen hierfür in den Sitzungssaal des Uetersener Rathauses ein. Von der 10c der Rosenstadtschule war sie begeistert:

„Ihr habt die Aufgabe hervorragend gelöst – vom Abarbeiten der Tagesordnung bis hin zur Pressekonferenz“, lobte sie. Gleichzeitig machte sie auf die Wahl zum Jugendbeirat der Stadt Uetersen aufmerksam. Bis zum 12. April können noch Bewerber im Rathaus gemeldet werden.

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