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Uetersens Gleichstellungsbeauftragte kämpft gegen Lohnlücke : Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Gleiche Bezahlung geht uns alle an. Laut einer aktuellen Befragung stimmen 90 Prozent der deutschen Frauen und Männer dem Grundsatz zu, dass beide Geschlechter gleich entlohnt werden sollten. In Deutschland verdienen Frauen aber nach wie vor mit einem Bruttostundenverdienst von 15,83 Euro (Männer 20,20 Euro) im Durchschnitt 22 Prozent weniger als Männer. Der Equal Pay Day veranschaulicht diese vom Statistischen Bundesamt berechnete Entgeltlücke: 22 Prozent von 365 Tagen sind 79 Tage.

Der diesjährige Equal Pay Day findet somit am 19. März statt. Er markiert den Tag, bis zu dem Frauen quasi umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1. Januar bezahlt werden. Im Lohnunterschied offenbart sich die mangelnde Gleichstellung von Frauen im Erwerbsleben. Ursachen dafür sind unter anderem die traditionell schlechtere Bewertung von frauenspezifischen Tätigkeiten, der niedrige Anteil von Frauen in Führungspositionen, der Anstieg von Teilzeitbeschäftigung und Minijobs aufgrund von unzureichenden Betreuungsangeboten und die häufigen Unterbrechungen in der weiblichen Erwerbsbiografie aufgrund der Betreuung von Kindern und älteren Familienangehörigen. Ziel auch der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Pinneberg ist es, für Entscheidungen und Konsequenzen im Lebensverlauf – von der Berufswahl bis zur Rente – zu sensibilisieren. Außerdem soll die Wertschätzung gegenüber sozialen Dienstleistungen erhöht und ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in allen Branchen geschaffen werden.

Im Rathaus wird am Mittwoch eine Plakatausstellung zum Thema eingerichtet. Zudem kann sich jeder an einem Informationsstand über den Equal Pay Day und seine Ursachen/Auswirkungen informieren. Die Ausstellung kann bis zum 21. April während der Öffnungszeiten des Bürgerbüros besucht werden.

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erstellt am 13.Mär.2016 | 16:59 Uhr

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