Glasfaser: Die Trasse steht fest

Das Glasfasernetz wird auch durch die Gemeinde Heidgraben verlaufen. Noch in diesem Jahr soll es eine Einwohnerversammlung zu dem Thema geben.
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Das Glasfasernetz wird auch durch die Gemeinde Heidgraben verlaufen. Noch in diesem Jahr soll es eine Einwohnerversammlung zu dem Thema geben.

2019 sollen die Arbeiten in Heidgraben beginnen

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31. Januar 2018, 16:36 Uhr

Voraussichtlich 2019 soll die Glasfasertechnik auch in Heidgraben Einzug erhalten. Wann genau die Arbeiten beginnen, ist zwar noch unklar, doch fest steht nun zumindest die Trasse, auf der der Glasfaserstrang durch die Gemeinde verlaufen wird. Bürgermeister Ernst-Heinrich Jürgensen (SPD) hat dies während der Sitzung der Gemeindevertretung am Montagabend mitgeteilt.

„Es liegen jetzt Pläne vor“, sagte Jürgensen. Die Glasfaserkabel sollen demnach vom Kreisverkehr die Betonstraße entlang bis zur Schulstraße verlaufen. Von dort geht es rüber zur Uetersener Straße und anschließend an Gemeindezentrum und Heidekrug vorbei parallel zur Hauptstraße in Richtung Tornesch. Fraglich ist laut Jürgensen noch, wo der Glasfaserstrang die Bahnschienen queren wird. Möglich sei dies entweder am Neuendeicher Weg oder weiter südlich auf dem Gebiet der Stadt Tornesch.

Die Tatsache, dass die Kabel nicht komplett die Betonstraße entlang verlaufen werden, sondern einen Bogen durch die Schulstraße schlagen, liegt laut Jürgensen daran, dass es sich bei dem Gebiet rund um die Bürgermeister-Tesch-Straße und die Straße Am Wall um einen sogenannten schwarzen Fleck handelt. Sprich: Dort hat der Diensteanbieter, die Telekom, das Vorrecht für den Ausbau.


Schwarze und weiße Flecken

Rainer Jürgensen, Direktor des Amtes Geest und Marsch Südholstein, der am Montagabend an der Sitzung teilnahm, nutzte die Gelegenheit, um den Unterschied zwischen schwarzen und weißen Flecken zu erläutern. So darf der Breitbandzweckverband, der eine millionenschwere Förderung für den Ausbau bekommen hat, nur in den sogenannten weißen Flecken tätig werden. „Diese gelten rechtlich als unterversorgt“, so Jürgensen. In den schwarzen Gebieten darf hingegen nur der dort zuständige Diensteanbieter ausbauen, betonte der Amtsdirektor. Jürgensen äußerte jedoch die Hoffnung, dass der Ausbau mit einem guten Anbieter auch in den schwarzen Gebieten gelingen wird.

Als Partner für die Verlegung von Glasfaserkabeln hat der Zweckverband Breitband Marsch und Geest das Norderstedter Unternehmen wilhelm.tel auserkoren. Der Zeitplan sieht nun vor, dass zunächst in Haselau und Haseldorf ausgebaut wird. Das liege daran, dass das Planungsbüro eine logische Trassenführung umsetzen muss, erläuterte Rainer Jürgensen. Zudem seien die beiden Marschgemeinden im Vergleich zu Heidgraben derzeit deutlich schlechter versorgt. Der Amtsdirektor erläuterte, dass die Mindest-Anschlussquoten mittlerweile nicht mehr pro Gemeinde berechnet wird, sondern über das gesamte zu erschließende Gebiet. Entsprechend sei es schlauer, mit Haselau und Haseldorf zu beginnen, da dort hohe Anschlussquoten zu erwarten seien. „Es ist manchmal gar nicht verkehrt, nicht am Anfang dabei zu sein“, so Jürgensen.

In Heidgraben will Bürgermeister Jürgensen wie berichtet rechtzeitig vor Beginn des Ausbaus zu einer Einwohnerversammlung einladen. Möglich sei ein Termin im letzten Quartal dieses Jahres, sagte er am Montagabend.

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