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Umgestaltung der Fahrradgarage : Glas und Metallpaneelen als Fassade

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Politiker des Bau- und Planungsausschusses beschäftigten sich in ihrer jüngsten Sitzung erneut mit einem Entwurf zur Umgestaltung der Fahrradgarage. Nach einer mehr als einstündigen Entwurfsvorstellung, Diskussion und Sitzungsunterbrechung stimmten die Politiker dann der Variante II zu, bei der die bestehende Fahrradgarage eine transparente Fassade durch Verglasung (transluzente opake Glasprofile) im Erdgeschoss und Metallpaneelen mit rautenförmigen Stanzungen im Obergeschoss erhalten würde. Die Verwaltung wurde beauftragt, bis zur nächsten Beratung die genauen Umbaukosten sowie Folgekosten, die durch eine regelmäßige Reinigung der Glasfassade anfallen würden, darzulegen.

In seinem Vortrag nannte Diplom-Ingenieur Hans-Joachim Franzen vom Büro Plan AG, das mit der Entwurfs-Erarbeitung beauftragt worden war, für die Variante mit Verglasung im Untergeschoss und Metallpaneelen im Obergeschoss etwa 800000 Euro. Bauausschussvorsitzender Henry Stümer (CDU) regte an, dass die Verwaltung die Kosten dieser Variante den Kosten einer Variante mit Verglasung sowohl im Unter- als auch im Obergeschoss gegenüberstellen sollte. Im Oktober vergangenen Jahres hatten die Bauausschuss-Politiker einen Entwurf (1 Million Euro) zurückgewiesen und eine kostengünstigere Planung gewünscht. Einigkeit bestand von Anfang an darin, die Fahrradgarage mit transparenten Materialien umzugestalten und die Bestandskonstruktion gegen Witterungseinflüsse zu schützen. Die Variante, das Erdgeschoss in der Holzkonstruktion ohne Fassade zu belassen, wurde verworfen. Ein Gutachter hatte darauf hingewiesen, dass die Öffnung des Gebäudes nur mit erheblichem Aufwand möglich ist und die Holzkonstruktion aufgrund der Witterungseinflüsse regelmäßig gepflegt werden muss. Die ohne Antwort gebliebene Frage nach den Folgekosten für die Variante der Verglasung hätte jedoch fast zu einer Vertagung der Beschlussfassung geführt. „Wir sehen bei der Fußgängerbrücke, was da auf uns zugekommen ist. Wir würden das Thema gerne noch einmal mit in die Fraktion nehmen“, so Manfred Mörker.

Doch um bereits zugesagte Fördergelder von 40000 Euro nicht verfallen zu lassen, muss die Planung zügig fortgesetzt werden. Nach einer Sitzungsunterbrechung stimmten die Christdemokraten und der FDP-Mann ohne Einschränkungen der Variante mit Verglasung des Untergeschosses zu. Zwei SPD-Bauausschussmitglieder enthielten sich der Stimme. „Es gibt Bedenken in unserer Fraktion. Mehrheitlich schließen wir uns aber der Variante II an. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Zugang im Untergeschoss nicht über Drehkreuze zum Bahnsteig hin erfolgt“, so Manfred Mörker.

200 Fahrradstellplätze / Anlehnbügel im Erdgeschoss / Abschließbare Boxen im Obergeschoss / Zwei Ladestationen für E-Bikes

Transparente Materialien in den Fassaden, Schutz der Bestandskonstruktion gegen Witterungseinflüsse, Beleuchtung und Sichtbarkeit, gute Zugänglichkeit, Verbesserung der Nutzung – das sind die Eckpunkte, die die Umgestaltung der Fahrradgarage samt WC-Anlage bestimmen. Etwa 200 Fahrradstellplätze werden geschaffen. Im Erdgeschoss sollen Anlehnbügel installiert werden, im Obergeschoss 56 abschließbare Fahrradboxen. Die Erschließung der Erdgeschossebene per Fahrrad wird von der westlichen Traufseite an die südliche Giebelseite verlegt und erhält eine Zugangssicherung über eine automatische Schiebetür. Rampenturm und Rampe werden entfernt. Der Zugang zur oberen Ebene wird durch eine leichte Rampenkonstruktion mit rutschsicherer Gitterostbelegung erreicht. Für E-Bikes soll es zwei Ladestationen geben. Auf das Dach kommen Photovoltaik-Elemente.

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erstellt am 02.Feb.2016 | 20:42 Uhr

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