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Uetersener Nachrichten

18. August 2017 | 11:11 Uhr

Kunst : Giganten der Nacht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Phänomene Farbe und Licht faszinieren sie. Das kann derzeit spüren, wer sich abends in Richtung Uetersener Windpark aufmacht. Denn dort beleuchtet die Pinneberger Designerin Gisela Meyer-Hahn drei der sechs Windräder. Farbenfroh und einer strengen Choreografie folgend.

Eine Komposition aus Licht und Klang wirke direkt auf die Wahrnehmung, weiß die Künstlerin. Für Farbe sorgt sie selbst, für die „Musik“ zeichnen die die Luft durchschneidenden Rotorblätter verantwortlich.

Am Donnerstag wurde die „Lichtchoreographie für Türme“ begründet. Bereits vor Einbruch der Dunkelheit ahnten die Besucher, die bei bestem Wetter in die Uetersener Marsch geradelt waren, was sich nur wenige Minuten später abzeichnen sollte. Nämlich eine Farbenpracht, die „sterile Spargel“ in einem ganz anderen Licht erstrahlen ließ und das auch sprichwörtlich.

Zugegeben, nicht alle können sich mit dem Kunstprojekt der Pinnebergerin identifizieren. Nicht alle sagen „Ja“ zu diesem Spektakel“ im Westen der Rosenstadt. Ein Groß Nordender Bürger kommentierte die Aktion im UeNa-Gespräch im Vorfeld sogar mit dem Wort „lächerlich!“.

Jedoch fanden die, die sich die Zeit vor Ort genommen hatten, Gefallen an der Illumination, die, so die Künstlerin, auch aus Umweltaspekten positiv aufgefasst werden konnte und weiter kann. Zum Einsatz kommen nämlich bis heute Abend sehr leistungsstarke aber nur wenig Energie benötigende Spezial-LEDs.

Der Windpark erstrahlt heute noch einmal. Und zwar von 21 Uhr an. Besucher sind herzlich willkommen. Aber auch aus der Ferne kann das Spektakel verfolgt werden – ganzheitlich. Was hat Gisela Meyer-Hahn veranlasst, künstlerisch im Windpark tätig zu werden? Warum überhaupt dieses nicht ganz billige Projekt? Für die Künstlerin gleichen die Windräder Seidenfäden. Doch unbeleuchtet, wirkten sie kühl und abweisend.

„Warum“, so fragte sie einmal, „müssen Windkraftanlagen eigentlich weiß sein“? Bunt berührten sie die Menschen, zögen an und stießen vielleicht auch auf weniger Ablehnung.

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erstellt am 29.Aug.2014 | 21:46 Uhr

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