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Informationsveranstaltung : Gibt es ein Mehrgenerationenhaus?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Am Ende der gut einstündigen Informationsveranstaltung definierte Bürgermeisterin Barbara Ostmeier noch einmal den Rahmen, in dem sich die Planungen für das Mehrgenerationenhaus im Baugebiet „Achter de Kark“ bewegt. „Wir haben viele Schleifen gedreht“, erklärte sie, „dies ist die letzte Chance.“ Gesucht werden Hetlinger, die eine Bauherrengemeinschaft bilden wollen.

Gut 20 Bürger waren in den Hetlinger Treff gekommen, unter ihnen nur drei Senioren. Die Architektin Ute Bargmann stellte ihre Ideen vor, die entstanden waren, nachdem vor zwei Jahren die Gemeinde den Beschluss zum Mehrgenerationenhauses gefasst hatte. 1254 Quadratmeter ist das Grundstück neben der Kirche groß. Die Wohnungen sollen altengerecht und barrierefrei entstehen. Gebaut wird – wie es in der Marsch üblich ist – ohne Keller.

Das Haus verfügt über zwei Stockwerke plus Staffelgeschoss. Acht Wohnungen hatte Ute Bargmann geplant. Es gibt Zwei- und Drei-Zimmerwohnungen zwischen 70 und 89 Quadratmeter. „Das sind alles nur Vorplanungen“, erklärte sie, „die noch verändert werden können.“

Eine ganze Reihe von Fragen musste Ute Bargmann beantworten und die meisten behandelten das Thema Finanzen. Mit einem Quadratmeterpreis von 2000 bis 2200 Euro müsste gerechnet werden. „Dafür kriegen Sie einen super ausgestatteten ,Golf’“, erklärte die Uetersenerin. Hinzu komme der Grundstückspreis. Nach einigem Hin und Her errechnete sie einen Quadratmeterpreis von 2500 Euro.

Von einem ähnlichen Projekt berichtete Ute Bargmann, das sie in Hamburg realisiert hatte. Acht Personen schlossen sich dort zu einer Bauherrengemeinschaft zusammen. Im Kern bestand sie aus drei Geschwistern. Freund und Bekannte kamen hinzu. Die Bauherrengemeinschaft gründeten eine „Gesellschaft bürgerlichen Rechts“ (GBR). Ein Mehrgenerationenhaus mit elf Wohnungen sind entstanden. Gemeinsam mit den Gesellschaftern habe sie an den Planungen gefeilt, berichtete die Architektin. „Alle ziehen an einem Strang“, schlussfolgerte die Bürgermeisterin. Und man müsse zu Kompromissen bereit sein, ergänzte Holger Martinsteg, Gemeindevertreter für die CDU. Fünf Interessenten trugen sich in eine Liste ein. Weitere werden also gesucht, um das Projekt zu relaisieren.

Deadline: 14. November Die Gemeinde könnte erst einmal als Anlaufstelle für die dienen, die Interesse an dem Mehrgenerationenhaus hätten, erklärte Bürgermeisterin Barbara Ostmeier. Sind die Hetlinger zusammengeführt worden, müssten sie eigenständig ein Bauherrenmodell bilden und eine GBR gründen.

Aus der Rede der Christdemokratin konnte man den Eindruck gewinnen, sie will als Ansprechpartner für die Interessenten auftreten. Holger Martinsteg, Gemeindevertreter für die CDU, hatte vorher Ostmeier und den Bauausschussvorsitzenden Michael Rahn (Freie Wahlgemeinschaft, FW) als mögliche Ansprechpartner genannt. Ostmeier fragte dann jedoch Rahn, ob er bereit sei, diese Aufgabe zu übernehmen. Der erste stellvertretende Bürgermeister bejahte.

Die von der Architektin Ute Bargmann erarbeiteten Unterlagen sollen bis Ende der kommenden Woche an die Bürger verschickt werden, die sich während der Informationsveranstaltung in eine Liste eingetragen hatten. Weitere Interessenten können sie im Uetersener Rathaus bei Peter Bröker (Telefon 04122/714-235 oder E-Mail broeker@stadt-uetersen.de) anfordern.

Rahn regte an, dass sich Interessenten spätestens am 14. November bei ihm (Telefon 0171/8806666) gemeldet haben müssen. An diesem Tag kommt der Bauausschuss zusammen und die Politiker wollen beraten, ob das Projekt Mehrgenerationenhaus weiterverfolgt wird oder die Fläche noch einmal aufgeteilt und für die Bebauung mit Einzelhäusern verkauft werden soll. (tp)

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erstellt am 24.Okt.2013 | 21:38 Uhr

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