Bildungsprojekt : Gibt es bald einen „Traumstart“ in Uetersen?

Sparen an Bildung ist teuer. Petra Jäger und Sabine Görs, in Uetersen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit tätig, wollen allen Kindern einen „Traumstart“ ermöglichen.

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19. November 2013, 21:53 Uhr

Aus eigener Erfahrung wissen sie: Nicht alle Kinder haben gleiche Bildungschancen. Die beiden Uetersenerinnen haben ein Projekt gleichen Namens entwickelt, das sie kürzlich Vertretern der örtlichen Politik vorgestellt haben. „Traumstart“ soll Teil vom kreisweiten „Hand-in-Hand“-Konzept werden.

Ziel dabei soll es sein, unterstützungsbedürftigen Familien in Fragen der Organisation (zum Beispiel der gesundheitlichen Versorgung) und Erziehung zur Seite zu stehen. Die „Traumstart“-Betreuerinnen wollen die Lebenssituation für das einzelne Kind verbessern helfen und das nachhaltig, also auch nach der Kleinkindphase. Für die Eltern soll „Traumstart“ ein freiwilliges, kostenloses, unbürokratisches und ergänzendes Angebot sein.

Sabine Görs und Petra Jäger verstehen sich als „Lotsen“, die die Familien durch die Erziehungsklippen leiten und aufzeigen, welche Möglichkeiten es für Kinder und Familien gibt. Wer hilft in Uetersen bei welchem Problem? Die beiden Initiatorinnen können auf ein breites Netzwerk verweisen, das jedoch erst einmal von denen entdeckt werden muss, die es benötigen. Manchmal wird schon das zur Klippe. „Traumstart“ wirkt präventiv, soll also, zugespitzt, teure „Reparaturleistungen“ von staatlicher Seite ersparen helfen.

Das Konzept möchte mehr Menschen an den Bildungsangeboten teilhaben lassen. Petra Jäger und Sabine Görs werben derzeit für ihre Idee, die grundsätzlich alle erreichen soll. Von Kreisseite hat man den beiden Frauen bereits Unterstützung zugesagt. Alexandra Kühn vom Team „Prävention und Jugendarbeit“ stellte 9000 Euro/Jahr in Aussicht. Am Donnerstag wird sich im Rathaus der Sozialausschuss der Stadt mit „Traumstart“ befassen. Halten auch die Lokalpolitiker das Konzept für förderfähig, könnte es schon 2014 starten. Und wie geht’s dann praktisch los? Nach der Anmeldung der Babys durch die Eltern beim Standesamt sollen alle Familien Post von der Stadt bekommen, verbunden mit dem Angebot eines Besuchstermins der „Traumstart“-Mitarbeiterin, die dann das Willkommensgeschenk der Gemeinde überreichen. Inwieweit ein Betreuungs- und Unterstützungsbedarf besteht, soll im persönlichen Gespräch geklärt werden. Der Sozialausschuss beginnt um 19 Uhr.

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