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Repowering im Windpark : Gibt es bald 200-Meter-„Spargel“

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Auch ohne die beantragte und vom Land abgelehnte Flächenerweiterung hinsichtlich des Eignungsgebietes könnte im Uetersener Windpark repowert werden. Der Industriepark wird dabei über den Neubau der Anlagen ertüchtigt, sodass der Ertrag nahezu verdoppelt werden kann. Dabei gilt die Formel: je höher desto windiger. Platz besteht für vier bis fünf neue Anlagen. Dafür muss der bestehende Windpark zunächst abgerissen werden. Planet energy, eine Greenpeace-Tochter, wäre bereit, genau diesen Weg zu gehen und hatte bereits einen Antrag für eine Änderung des bestehenden Bebauungsplanes gestellt. Der definiert eine Höhenbegrenzung von 100 Meter, was der derzeitigen Nutzung entspricht. Eventuell muss, soll den Plänen gefolgt werden, auch der bestehende Flächennutzungsplan geändert werden.

shz.de von
erstellt am 13.Mai.2013 | 21:50 Uhr

Das Unternehmen Planet energy, dem inzwischen 67 Prozent vom Windpark gehören, aber will hoch hinaus. Bis zu 200 Meter sollen die Flügelspitzen in Zukunft in den Himmel ragen. Uetersen kann, sofern die Grenzen des genehmigten Eignungsgebietes eingehalten werden, alleine darüber entscheiden. Nachbargemeinden können das nicht verhindern, sie treten im Verfahren lediglich als Beteiligte auf, deren mögliche Bedenken weggewogen werden können. Streit dürfte also vorprogrammiert sein, wenn Uetersen dem Vorhaben der Hamburger Betreiber folgen würde. Und das wissen die Politiker, die Planet energy dazu bewegt haben, den Antrag erst nach der Kommunalwahl zu stellen. Beziehungsweise wurde der Antrag der Hamburger nach Rücksprache mit diesen von der Tagesordnung des Stadtentwicklungs- und Bauausschusses am 23. Mai genommen.

Doch die Diskussion um das Für und Wider hat begonnen. Kontrovers aber grundsätzlich zustimmend wird das Vorhaben innerhalb der SPD-Fraktion geführt. Bei der BfB ist man ebenfalls noch im Diskussionsstadium, wobei dort klar ist, dass man ein Ausbooten der eigenen Stadtwerke verhindern möchte. Die Stadtwerke Uetersen halten einen geringen Anteil am Windpark, wollen aber unbedingt ein größeres Mitspracherecht in Sachen Windpark Uetersen erlangen.

Bei der CDU möchte man die Zustimmung an das Ja der Nachbargemeinden Groß Nordende und Neuendeich knüpfen und hat bereits verlangt, dass die neue Gesellschaft mit Vertretern beider Kommunen über diese Angelegenheit spricht. Die Liberalen sind grundsätzlich für die Ertüchtigung des Windparks, lehnen aber „200-Meter-Spargel“ ab und informieren über die Absichten der Investoren bereits plakativ in einer handlichen Broschüre.

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