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Uetersener Nachrichten

21. August 2017 | 10:46 Uhr

Geschäftsbericht : Gewerbegrund wird Luxus

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Hinter der Wirtschafts- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Pinneberg (WEP) liegt ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Das Unternehmen ist inzwischen praktisch schuldenfrei und hat damit seit 2005 Verbindlichkeiten in Höhe von 28 Millionen Euro zurückgezahlt.

„Wir hatten 2013 über 150 Anfragen von Ansiedlungsinteressenten. Damit war die Nachfrage nach Gewerbegrundstücken im Kreis Pinneberg, einer der wichtigsten Indikatoren für die Zukunftsfähigkeit eines Standortes, ungebrochen hoch“, sagte Geschäftsführer Dr. Harald Schroers gestern.

21 An- beziehungsweise Umsiedlungsvorhaben wurden realisiert, 79 wurden zurückgestellt, die verbliebenen Vorhaben werden derzeit noch beraten. Gründe für eine Zurückstellung der Neubau- oder Umsiedlungsvorhaben sind etwa unpassende Flächenzuschnitte, die Lage oder auch die Nachbarn, manchmal sogar das Image des Kreises.

„Die WEP ist dann am erfolgreichsten, wenn wir eine Angebotsvielfalt haben, und genau das wird zunehmend zu einem Problem“, sagte WEP-Aufsichtsratsvorsitzender Wilhelm Alms. Die Nachfrage nach größeren Grundstücken kann schon heute kaum noch befriedigt werden, und selbst bei kleineren Flächen wird der Bestand knapp. „Die Herausforderung der Zukunft wird sein, eine Antwort auf die Frage zu finden, wie wir Angebote im Kreis schaffen können, die bei den Unternehmen auf Interesse stoßen“, so Dr. Harald Schroers. Dabei gehe es schon lange nicht mehr um Wachstum, sondern darum, die ansässigen Unternehmen im Kreis Pinneberg zu halten, so der WEP-Chef in Anspielung auf die jetzt bekannt gewordenen Umzugspläne des Mineralölkonzerns Tamoil von Elmshorn nach Hamburg (siehe Meldung unten). Die Grundstücksverkäufe der WEP zogen nach Angaben des Geschäftsführers im vergangenen Jahr Investitionen in Höhe von 60 Millionen Euro nach sich.

„Wir gehen davon aus, dass mehr als 400 Arbeitsplätze gesichert oder neu geschaffen wurden, denn im Zuge eines Neubaus stellen die Unternehmen zumeist neue Mitarbeiter ein“, sagte Schroers.

Zunehmend erfolgreich konzentriert sich die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft auf die Aufgaben als Dienstleister. Dazu gehören die Vermittlungen von Unternehmen an die Gemeinden, Beratung und Betreuung von Existenzgründern sowie die Trägerschaft von Beratungs- und Förderprojekten. Lob für die Arbeit kam von Landrat Oliver Stolz. „Die WEP leistet einen wesentlichen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Kreises.“ Die wichigste Zahl sei die der geschaffenen Arbeitsplätze, und vor allem auf diesem Sektor leiste die WEP hervorragende Arbeit, sagte er.

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erstellt am 09.Sep.2014 | 21:41 Uhr

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