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Pferdezucht : Gesundheitsaspekte in der Pferdezucht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Rund 250 Gäste, darunter Jungzüchter, Altzüchter und Interessierte, folgten der Einladung der Holsteiner Jungzüchter zum 7. Jungzüchterforum am 1. Dezembersamstag in die Fritz-Thiedemann-Halle in Elmshorn. Die Moderatoren Margit Paustian und Mandes Verhaagh leiteten durch das Forum, das in diesem Jahr unter dem hochaktuellen und vielerorts diskutierten Thema „Gesundheitsmerkmale in der Pferdezucht“ stand.

shz.de von
erstellt am 05.Dez.2012 | 19:55 Uhr

Das Thema bewegt derzeit viele Gemüter und wird gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten immer wichtiger für jeden Züchter. Vor allem im Verkauf und unter dem Gesichtspunkt der Qualitätsverbesserung der eigenen Zucht spielt die Gesundheit eine wichtige Rolle. Der Zuchtleiter des Holsteiner Verbandes, Dr. Thomas Nissen, erklärte sehr eindringlich, dass das Thema der Gesundheit ihn als Zuchtleiter schon lange und intensiv beschäftige. Auch verbandsübergreifend seien bereits Strategien zur verbesserten Berücksichtigung der Gesundheit in der Zucht diskutiert worden. Vorrangig gelte es, gemeinsame Standards für die Untersuchung der Hengste festzulegen. Dieses betreffe auch die möglichst einheitliche Bewertung von Röntgenbildern. Sie sei, so Nissen, eine ganz wichtige Voraussetzung, denn nur mit einer gemeinsamen Datengrundlage könnten zuchtverbandsübergreifende Projekte, wie zum Beispiel eine Zuchtwertschätzung auf OCD (Knorpelfehlbildungen) oder auch die Entwicklung einer „genomischen Selektion“ auf Gesundheitsmerkmale, angegangen werden. Voraussetzung für solche zuchtverbandsübergreifende Auswertungen seien aber die „Schularbeiten“ der einzelnen Verbände. Hier sollte Holstein eine Vorreiterrolle spielen und erstmal ein eigenes Gesundheitskonzept umsetzen. Dazu sei aber ein offener Umgang mit Gesundheitsdaten erforderlich. Jeder Züchter sollte den Gesundheitsstatus seiner Stute kennen und auch den der Hengste. Dann könne dieser Aspekt bei der Anpaarung mehr Berücksichtigung finden. Es wäre dann auch möglich, Nachkommengruppen von Junghengsten regelmäßig zu röntgen und die Ergebnisse für die Züchter zur Verfügung zu stellen.

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