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Coronarsport beim TSV Uetersen : Gesund und fit bleiben nach Herz-OP

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Herzinfarkt! Diese Diagnose löst bei den Betroffenen oft Angst aus. Was jetzt? Wird nun alles anders? Kann ich weiterhin am Leben teilhaben? Worauf muss ich achten? Kardialen Erkrankungen wird schon seit vielen Jahren der Coronarsport entgegengesetzt. Die medizinische Erkenntnis dabei: Bewegungsmangel wirkt sich auch bei Herzpatienten schlecht auf den gesamten Organismus aus. Das so genannte Überschonen verstärkt die negativen Auswirkungen von Herzerkrankungen.

shz.de von
erstellt am 21.Jan.2016 | 16:09 Uhr

Was aber sollten Herzpatienten tun? Welche Bewegungen sind gut für diesen Personenkreis? Wie finden sie zurück ins Leben?

Beim Coronarsport geht es auch um den Erhalt oder das Wiedererlangen von Lebensfreude. Der Betroffene soll seine individuellen Möglichkeiten im Rahmen der jeweiligen Erkrankung einschätzen und nutzen lernen. Auch in Uetersen, in der Herzsportgruppe vom TSV Uetersen, weiß man, dass am Herzen Erkrankte (das muss nicht immer der Infarkt sein) die neue Situation annehmen und ihre neuen Grenzen kennenlernen müssen. Diesem physiologischen Grundsatz wird die psychologische Erkenntnis an die Seite gestellt, dass der Betroffene seine „Belastungsangst“ überwinden muss. Sport ist immer mit Bewegung verbunden und somit auch mit Belastungen.

Petra Brandt, die ausgebildete Übungsleiterin in Uetersen, und Dr. Nanette Lenkeit wissen genau, welche Bewegungen für Herzpatienten gut und welche ungeeignet sind. Und wie wichtig richtiges Atmen ist, erklären die Herzsport-Trainerin und die Ärztin ebenfalls, wenn sie in der Herzsportgruppe tätig werden.

Genauer sind es vier Herzsportgruppen, die sich einmal in der Woche in der Turnhalle an der Parkstraße 1b treffen, um gemeinsam Coronarsport zu praktizieren.

Gewöhnlich kommen die Männer (Überzahl!) und Frauen auf Empfehlung des nachsorgenden Hausarztes oder des behandelnden Kardiologen zur Herzsportgruppe. Als Rehabilitationsmaßnahme wird der Coronarsport von den Krankenkassen – in Abhängigkeit des Krankheitsbildes des Einzelnen – finanziell gefördert. Bis zu zwei Jahre begleiteter Sport ist so möglich.

In Uetersen nehmen rund 80 Betroffene an diesen präventionsmedizinischen Gruppen teil. Und zwar entweder mittwochs von 17 bis 20 Uhr (drei Gruppen, jeweils eine Stunde) oder donnerstags von 18 Uhr an.

Zu diesen Gruppen, die es in Uetersen seit 27 Jahren gibt, kann jeder hinzustoßen, wenn die Anmeldung über die Geschäftsführung des TSV (04122/7202) oder über Petra Brandt (04122/43151) erfolgt ist.

Ist eine Finanzierung über die Krankenkasse nicht möglich (Auskunft dafür gibt es bei den Kassen) ist der Kurs selbst zu finanzieren. Zu bezahlen ist dann ein erhöhter Mitgliedsbeitrag beim TSV.y

Das Motto auch beim Coronarsport lautet: Mit Musik geht alles besser. Insofern werden beim Sport flotte Weisen aufgelegt. Zum Einsatz kommen übrigens Bälle, Federbälle und Schwingstöcke.

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