Neujahrsempfang der FDP : Gespräche mit den „Gusseisernen“

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Nach seinem Drei-Königs-Treffen, das traditionell in Uetersen ausgerichtet wird, hatte der FDP Ortsverband Tornesch-Uetersen nun wie gewohnt zum Neujahrsempfang in das Tornescher Heimathaus eingeladen.

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18. Januar 2015, 21:38 Uhr

Liberale aus befreundeten Ortsverbänden und dem Kreisvorstand, Vertreter von Parteien und Verbänden sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung gefolgt. Auch wenn diesmal ein paar Plätze an den blau-gelb dekorierten Tischen frei blieben und die FDP-Ortsverbandsvorsitzende Sabine Werner aus Krankheitsgründen nicht „Regie“ führen konnte, bildete die Veranstaltung mit ihrem Thema zur wirtschaftlichen Entwicklung in Tornesch und Uetersen, den Gesprächen darüber und andere aktuelle Themen aus der Ortspolitik einen gelungenen politischen Auftakt in das Jahr 2015.

Frank Schöndienst, stellvertretender Vorsitzender des Ortsverbandes, begrüßte in Vertretung von Sabine Werner die Gäste und die Gastredner Dr. Harald Schroers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Pinneberg (WEP), sowie Sabine Kählert, Sozialamtsleiterin und Geschäftsführerin der Veit-Bürgerstiftung. „Die Freien Demokraten haben die Niederlage bei der Bundestagswahl noch nicht ganz überwunden, aber wir geben uns ein neues Leitbild und es gibt die ,Gusseisernen’. Einer dieser ,Gusseisernen’ steht vor Ihnen und freut sich, dass Wolfgang Kubicki aus einem der erfolgreichsten FDP-Landesverbände, dem ja auch wir angehören, im Politstartup der FDP ein Hoffnungsträger ist“, so Frank Schöndienst. Den Auftakt zum FDP-Neujahrsempfang gestalteten auch zwei Hoffnungsträger. Und zwar Cara-Madleen Knust (12) und Niklas Simakov (13) vom VfL Pinneberg. Das Paar der B-Lateinklasse Junioren II, der höchsten Klasse in diesem Alter, begeisterte die Gäste mit tollen Choreografien nach Samba-, Tscha-Tscha-Tscha-, Rumba- und Jive-Takten. Für die kulinarischen Genüsse hatten unter der Leitung von Cornelia Maßow Ursula Michaelsen, Ursula Eßler, Marianne Bode, Ilse-Marie Radau sowie Elke Müller mit einem von den Gästen viel gelobten Buffet gesorgt.

Wirtschaftliche Entwicklung

Grundlage für die politischen Gespräche auf dem Neujahrsempfang der Liberalen bildete der Vortrag von Dr. Harald Schroers. Der Geschäftsführer der WEP, die ihren Sitz im Tornescher Gewerbegebiet Oha (Business-Park) hat, machte deutlich, dass der Kreis Pinneberg auf einer „Welle des wirtschaftlichen Erfolgs“ schwimme, zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Kreisen Schleswig-Holsteins gehöre und 2013 sogar die Spitzenposition eingenommen hatte.

„Unsere Unternehmen investieren auf hohem Niveau. Der Kreis ist als Unternehmensstandort begehrt. Wir haben 83000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Das sind zehn Prozent mehr als vor zehn Jahren. Die Einkommen liegen über dem Durchschnitt der Bundesrepublik. Die Kaufkraft ist höher als in Hamburg.“ In seiner Gegenüberstellung der beiden Kommunen Tornesch und Uetersen bezeichnete Schroers Tornesch als die „produktivere und wettbewerbsfähigere Kommune“. Uetersen sei in seiner „Blütezeit“ zwar wirtschaftlicher Vorreiter gewesen, müsse nun jedoch mit den Folgen des Strukturwandels klarkommen. „Und da zählt Uetersen zu den Verlierern der Entwicklung und Tornesch zu den Gewinnern durch seine Lage zur Autobahn und durch vorhandene Flächen zur Gewerbeansiedlung. Hätte Uetersen zur Zeit seiner wirtschaftlichen Blüte mit Tornesch fusioniert, würde die größer gewordene Stadt noch heute wirtschaftlich blühen“, machte Harald Schroers deutlich.

Kleinteiligkeit in den Verwaltungsstrukturen könnten nur kleinteilige, suboptimale Lösungen hervorbringen, betonte der WEP-Geschäftsführer. Uetersen und Tornesch hätten im vergangenen Jahr eine Chance, diese Kleinteiligkeit zu überwinden, verschenkt. „Ich wünsche Ihnen deshalb ein Comeback“, so Harald Schroers.

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