Hallenfußball : Geschichte wiederholt sich doch

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Wie bei der Europameisterschaft 1996, als die Deutsche Nationalmannschaft im Eröffnungs- und im Endspiel jeweils Tschechien schlug, so war es am Sonnabend auch beim „3. Rosen-Cup“. Die 1. Herren des TSV Uetersen (Landesliga) zogen bei ihrem eigenen Hallenfußballturnier sowohl im ersten als auch im letzten Spiel des Tages gegen den klassenhöheren SV Rugenbergen den Kürzeren. Der Oberligist aus Bönningstedt triumphierte damit bei der dritten Turnier-Auflage zum zweiten Mal. Schon am 12. Januar 2013 hatte der SVR im Finale den Gastgeber geschlagen – manchmal wiederholt sich Geschichte doch ...

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11. Januar 2015, 19:00 Uhr

„Natürlich hätten wir gerne unser eigenes Turnier gewonnen“, so TSV-Trainer Peter Ehlers, der aber auch dem zweiten Platz etwas Positives abgewinnen konnte: „Ein guter Gastgeber übt sich immer in vornehmer Zurückhaltung!“ Einen zweimaligen Rückstand im Finale hatten Florian Blaedtke, der einen Schuss von Yannick Kouassi über die Linie lenkte, sowie Mario Ehlers mit einem fulminanten Kracher jeweils ausgeglichen. Das 2:2 nach regulärer Spielzeit war eine Steigerung gegenüber der vor zwei Jahren im Finale bezogenen 2:3-Niederlage. Im Neunmeterschießen traf Kouassi, dann scheiterte Blaedtke aber an SVR-Keeper Enrico Carl. Da alle drei Schützen von Rugenbergen trafen, hieß es 1:3 aus TSV-Sicht. „Das war wirklich sehr, sehr ärgerlich“, haderte Peter Ehlers.

Im Eröffnungsspiel hatte Philipp Ehlers die Uetersener mit 1:0 in Führung gebracht, am Ende stand es 1:2. Im zweiten Gruppenspiel führte der Gastgeber gegen seinen Landesliga-Rivalen FC Elmshorn II durch Treffer von Blaedtke und Mario Ehlers sowie ein Eigentor von Tim Henningsen (drückte Phillip Kuschkas Hereingabe ins eigene Netz) mit 3:0. Doch die FCE-Reserve glich durch Philipp Pohlmann (2) und Patrick Hiob zum 3:3 aus. Zehn Sekunden vor Ultimo holte Kouassi einen Foulneunmeter heraus, den er selbst zum 4:3 verwandelte.

Kein gutes Gefühl hatte Peter Ehlers vor dem vereinsinternen Duell: „Unsere 3. Herren werden sehr motiviert sein“, sagte er. Trotzdem setzte sich die Liga-Mannschaft nach Toren von Jannek Laut, Kouassi und Marvin Schrumm mit 3:0 gegen die eigene Drittvertretung durch. Um ins Halbfinale einzuziehen, musste auch Blau-Weiß 96 Schenefeld geschlagen werden. Maik Stahnke gelang per Hacke (!) das erlösende 1:0. Beim 2:0 im Halbfinale gegen das All-Star-Team traf Kouassi zunächst mit einem Flachschuss, dann lenkte er Lauts Versuch mit seinem Bauch über die Linie.

So gebührt dem TSV nicht nur für die abermals perfekte Organisation des Turniers, bei dem die LMG-Halle an beiden Tagen prall gefüllt war, sondern auch für seinen sportlichen Auftritt ein großes Lob.

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