zur Navigation springen

Weihnachtsfeier der Uetersener Tafel : Geschenke gehören nicht zum Bedarf

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Hierzulande leben die meisten Menschen im Überfluss. Auch materiell haben Bürger in der Regel oft ausgesorgt. So gerät das Weihnachtsfest, traditionell das Fest auch der Geschenke schon deshalb ins Abseits, weil Wünsche heute auch abseits von Heiligabend Wirklichkeit werden. Man gönnt sich eben regelmäßig Gutes. Weihnachten ohne Geschenke ist aber ebenfalls nicht vorstellbar. Oder doch?

Es gibt etliche Familien in Deutschland, die ihren Kindern Zuwendungen außerhalb der Normalität nicht zukommen lassen können. Und bereits beim Alltäglichen kneift es regelmäßig. Haushalte, die mit Arbeitslosengeldern oder sonst kleinem Budget auskommen müssen, betrifft das zum Beispiel. Viele Familien mit dem Status der „Grundsicherung“ sind Kunden der „Uetersener Tafel“. Mehr als 800 Erwachsene und Kinder sind dort registriert. Und natürlich freuen sich auch Kinder aus Hartz-IV-Familien über Zuwendungen zu Weihnachten. Doch in der Regel gehen sie leer aus.

Daher gibt es bereits seit vielen Jahren eine Weihnachtsfeier bei der „Tafel“, wobei den Mädchen und Jungen, die über ihre Eltern angemeldet wurden, Geschenke erhalten, die zuvor über eine bestimmte Aktion von Bürgern gestiftet worden sind.

Diesmal hatte das Pressecafé in Zusammenarbeit mit der Einrichtung an der Finkenbrook einen Tannenbaum mit Wünschen bestückt, die sich Besucher des Cafés von den Zweigen „pflücken“ konnten (wir berichteten). Mehr als 80 Wünsche sollten erfüllt werden, und binnen weniger Tage konnte diese Aktion als gelungen zur Seite gelegt werden. Bis zum vierten Advent, dem Tag der Weihnachtsfeier in den Räumen der „Uetersener Tafel“. Die Kinder hatten sich am Sonntag dort versammelt, und leuchtende Augenpaare verfolgten jetzt das Geschehen. Da waren die „Kellerflötistinnen“ um Gerlinde Gröger, die weihnachtliche Weisen spielten. Schließlich betraten auch der Weihnachtsmann und sein Weihnachtsengel das Geschehen, um die Bescherung einzuleiten, jedem Kind also ein Geschenk zu überreichen. So konnte ein kleiner Wunsch in Erfüllung gehen.

Die Weihnachtsfeier war organisatorisch mit einer Kaffeetafel verknüpft worden.

zur Startseite

von
erstellt am 21.Dez.2015 | 20:55 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert