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Schwank : Genuss mit dem Theoter op Platt Heidgraben

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Was die Laienspieler des Theoters op Platt Heidgraben wieder auf die Beine gestellt haben, verdient höchste Anerkennung. Der Premierenabend mit dem Schwank „Blickschaden“, einem Dreiakter von Hans Gnant (Plattdeutsch Arthur Speck), war bestens gelungen. Das Publikum war begeistert und Regisseurin Magda Lena Löper strahlte. Vor ausverkauftem Haus zeigten die Ensemblemitglieder wieder einmal, dass sie mit Begeisterung auf der Bühne stehen und das Schauspiel und die Bewahrung der plattdeutschen Sprache von ganzem Herzen pflegen

shz.de von
erstellt am 02.Mär.2015 | 21:59 Uhr

Die Rollen schienen den Darstellern wie auf den Leib geschnitten. Bis ins kleinste Detail waren die Mimen in ihren Figuren aufgegangen und bescherten dem Publikum einen unterhaltsamen Abend, bei dem viel gelacht und geklatscht wurde. Hans-Hermann Bahlau brillierte als Bauer Teedje Roggenkamp, der mit seinem neuen Auto einen Unfall mit Blechschaden (Blickschaden) verursacht hatte, da seine Augen nicht auf der Straße, sondern auf der Tramperin Cornelia Kranz (Anja Jansen) ruhten.

Doch von dem kleinen Unfall darf weder Sohn Bernd Roggenkamp (Hauke Kühl), noch Ehefrau Hille Roggenkamp (Frauke Karstens) etwas wissen. Nur seinen Freund Carsten Glüsing, bestens verkörpert von Alfred Krajewski, weiht er ein.

Doch auch Hille Roggenkamp, in der Frauke Carstens mit Witz und Charme aufging, hatte einen kleinen Unfall, als sie ihre Schwester Gesine Flierboom, mit Charme und Temperament gespielt von Silke Reuß-Hennschen, vom Bahnhof abholte. Der Kfz-Mechaniker Lüder Bloom muss den Frauen helfen. Doch er hat keinen guten Stand bei Gesine. Und zu allem Durcheinander kommt noch die Tramperin, die gar keine echte Pankerin ist, ins Haus und sorgt für Verwirrung. Da noch Vorstellungen stattfinden, wird das für alle gute Ende an dieser Stelle noch nicht verraten. Nur so viel, dass der Theaterabend mit den Heidgrabener plattdeutschen Mimen in jedem Fall ein Genuss ist. Sowohl die „alten Hasen“ als auch die beiden jungen Mitglieder Anja Jansen und Hauke Kühl spielen und sprechen perfekt.

Auch beim Bühnenbild und bei der Maske hat das Ensemble mit seinen Helfern im Hintergrund detailgetreue Arbeit von der tickenden Uhr, über die Mopedgeräusche bis hin zur „blutenden Wunde“ und der Pankerfrisur geleistet. „Das war wieder toll“, lobten viele Premierenbesucher.

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