Diskussion : Genügend Krippenplätze vorhanden?

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Der Elternanspruch auf einen Krippenplatz ab dem Sommer 2013 für ihre Kinder unter drei Jahren ist intensiv während eines Besuchs des SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann im Amt Moorrege diskutiert worden. Zum Meinungsaustausch waren Bürgermeister der sieben amtsangehörigen Gemeinden sowie der Leitende Verwaltungsbeamte Rainer Jürgensen gekommen.

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01. November 2012, 20:14 Uhr

500 Millionen Euro bekommen die Kommunen aus Berlin für Investitionen im Kita-Bereich. 80 Millionen Euro gibt es zusätzlich für den laufenden Betrieb wobei man sich noch streitet, ob schon 2013 oder erst 2014 das Geld fließen soll.

„Das ist nicht auskömmlich“, steht für Rossmann fest, der zudem die Bemühungen der sieben Kommunen des Amtes würdigte. Denn für 35 Prozent der Kleinen kann ein Krippenplatz zur Verfügung gestellt werden, so Jürgensen. Ob das reicht, ist derzeit jedoch unklar.

Zumal in einigen Gemeinden die Nachfrage größer sein dürfte als in anderen. Rossmann regte an, „Versorgungsnetze“ zu bilden. Er forderte den Kreis auf, hierbei rechtzeitig zu koordinieren.

Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) kritisierte den hohen bürokratischen Aufwand, der mit der Gewährung von Fördergeldern für die Kommunen verbunden sei. Sorgen bereit den Kommunalpolitikern und der Verwaltung die Flut von Asylbewerbern. 35 Flüchtlinge müssen vom Moorreger Amt zur Zeit untergebracht werden. Es fehlt an kostengünstigem Wohnraum, also gaben die Bürgermeister dem Sozialdemokraten den Wunsch nach einer aktiveren Wohnungsbaupolitik mit auf den Weg. Allerdings tun die Gemeinden selber praktisch nichts gegen den Mangel an günstigem Wohnraum. Im Rahmen der Ausweisung von Baugebieten wird einseitig auf die Schaffung von Grund für Ein- und Zweifamilienhäusern gesetzt.

Wohnungsbau? Fehlanzeige! Die Appener Sozialwohnungen, ein gerader eingeweihter Neubau in Groß Nordende sowie das geplante Haus für ältere Holmer, das im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus gefördert wird, sind die rühmlichen Ausnahmen.

Flagge zeigte Rossmann bei der aktuellen Auseinandersetzung um eine Verbesserung der Bahnanbindung in Tornesch. Bürgermeister des Amtes hatten ihre Kollegen aus Uetersen und Tornesch nach einigen verbalen Auseinandersetzungen zur Rückkehr zur sachorientierten Politik im Sinne der Bürger der Region aufgefordert. Er werde sich für zusätzliche Haltemöglichkeiten einsetzen, sagt der elmshorner Genosse, egal wer in Kiel regiere.

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