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Kommunalwahl : Genossen setzen auf Frauen-Power

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit einer hohen Frauenquote und vielen neuen Gesichtern tritt die Haseldorfer SPD zur Kommunalwahl an. Drei der sieben Direktkandidaten lassen sich erstmals aufstellen, vier sind weiblichen Geschlechts. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung im Haseldorfer Hof sagte der Ortsvereinsvorsitzende Thomas Hölck: „Wir haben mehr Frauen als Männer. Das ist einmalig für Haseldorf. Da kann man stolz drauf sein.“

Auf den Listenplätzen 1 bis 3 stehen mit Hölck (50 Jahre alt), Dr. Heike Meyer-Schoppa (50) und dem Fraktionsvorsitzenden Dr. Boris Steuer (42) drei erfahrene Kommunalpolitiker. Ihnen folgen drei neue Gesichter: Marina Hölck (53), Dr. Dominick Rehage (40) und Petra Triepels (43) treten erstmals für die Haseldorfer SPD an. Auf den Plätzen 7 bis 11 kandidieren Barbara Rühl, Bianca Rehage (38), Rolf Lange (68), Jens Ibing (70) und Olaf Arndt (53). Auch Ibing ist neu im Team. Die neun stimmberechtigten Besucher wählten sowohl die Direktkandidaten als auch die Liste einstimmig.

Ziel der Genossen ist es, in der Gemeindevertretung einen fünften Sitz zu erlangen. Zurzeit hält die SPD vier und die CDU neun der 13 Mandate. Mit fünf Sitzen würden die Genossen die Ein-Drittel-Marke überschreiten. „Wir können dann Tagesordnungen ablehnen und Dinge, die dem Bürgermeister mal in der Nacht eingefallen sind, verhindern“, sagte Hölck. Zum Beispiel habe der Gemeinderat im September „in handstreichartigem Überfall“ den Bebauungsplan Nummer 6 für das Gebiet zwischen Achtern Dörp und Scholenfleth beschlossen. Hölck kritisierte, der Plan sei zu wage formuliert. „Man hat die Vorstellung, dass man eingreifen kann, wenn ein Gewerbebetrieb ungewollt und unerwünscht ist. Aber wer definiert die Kriterien, wann ein Bauvorhaben unerwünscht ist?“, fragte er und stellte den Vornamen des Bürgermeisters Uwe Schölermann (CDU) in den Raum. Hölck betonte: „Meiner Einschätzung nach ist das nicht rechtssicher. Das führt zu Willkür, und Willkür ist mit dem Amtseid eines Bürgermeisters nicht vereinbar.“ Die SPD werde für Rechtssicherheit sorgen.

Weitere SPD-Ziele: die Erweiterung der Feuerwehrwache voranbringen, ein soziales Netzwerk ausbauen, die Schulden des Dorfes (1,844 Millionen Euro) abbauen, den Fonds zur Entschlickung der Elbe-Nebenflüsse anzapfen und die Betreuungszeiten der Offenen Ganztagsschule bis 18 Uhr oder länger ausweiten.

Offen kündigte Hölck neue Belastungen an: So müsse das Dorf dem Sielverband Leitungen für das Oberflächenwasser abkaufen. Die Einführung einer Regensteuer sei daher „nicht unwahrscheinlich“. Auch die Grundsteuer werde steigen. Andernfalls werde das Land keinen Zuschuss für das Feuerwehrfahrzeug gewähren.

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erstellt am 10.Mär.2013 | 19:51 Uhr

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