zur Navigation springen

Demografischer Wandel : „Generationen gestalten die Stadt“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der demografische Wandel lässt unsere Gesellschaft zunehmend altern. Jugendliche sehen sich einer immer größer werdenden Zahl von Menschen im Rentenalter gegenüber. Die Kluft zwischen Alt und Jung zu überwinden, ältere Menschen nicht ins Abseits geraten zu lassen, ist eine der großen gesellschaftlichen Aufgaben unserer Zeit.

shz.de von
erstellt am 17.Dez.2013 | 21:43 Uhr

Jugendliche des ersten Oberstufen-Jahrgangs am Ludwig-Meyn-Gymnasium (LMG) in Uetersen haben sich vorgenommen, durch eigenes Tun zum Zusammenhalt der Generationen beizutragen. Seit September sammeln die Schüler des Wirtschaft- und Politikprofils Ideen für ihr Projekt „Generationen gestalten die Stadt“. Während einer Konferenz am Sonntag, 19. Januar, um 15 Uhr in der Mensa des LMG wollen sie ihr Vorhaben der Öffentlichkeit vorstellen.

Zur Konferenz der Generationen sind Sponsoren und Repräsentanten von Vereinen eingeladen, die sich mit dem Projekt identifizieren können, ebenso Schüler und ältere Menschen, die mitmachen wollen. Bei einer Tasse Kaffee soll dann über die Umsetzung der Ideen gesprochen werden. Wer teilnehmen will, kann dies in einer Mail an die Adresse uetersensgenerationen@outlook.de ankündigen.

Acht konkrete Projekte wollen die Schüler dann vorstellen, zwei sind bereits in der Planungsphase: Das Projekt „Schrebergarten“ soll Jung und Alt über die Liebe zum Gärtnern zusammenbringen. Bei gemeinsamer Gartenarbeit könnten Jüngere vom Knowhow der Älteren profitieren, die Alten von der Kraft und Gelenkigkeit der Jungen. Ein Schüler ist selbst Mitglied eines Schrebergartenvereins und überzeugt, andere Vereinsmitglieder von der Idee begeistern zu können.

Ähnlich soll das Projekt „Jobbörse“ funktionieren. Junge Menschen könnten Rentnern beim Einkaufen oder anstrengender Hausarbeit helfen, die Älteren im Gegenzug ihr Wissen über das Anfertigen von Steuererklärungen oder Bewerbungsschreiben zur Verfügung stellen. Angedacht sind auch Projekte wie ein „Generationenchor“ oder ein Generationen übergreifender Kochkurs.

WiPo-Lehrer Sönke Zankel, der in den vergangenen Jahren in seinem Unterricht bereits mehrere ähnliche Sozialprojekte initiiert hat, findet es wichtig, dass Junge auf Alte zugehen und umgekehrt. Zankel sagte: „Nur so lässt sich verhindern, dass die Gesellschaft auseinander bricht.“ Der engagierte Lehrer hofft, dass das Pilotprojekt funktioniert und vielleicht sogar zu einer festen Uetersener Institution wird.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert