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Sitzung des Schulzweckverbands : Gemsmo: 21 Räume für 22 Klassen

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das Lernklima stimmt an der Gemeinschaftsschule Moorrege, das Lehrerkollegium ist zufrieden und engagiert, Stundenausfälle aufgrund von Lehrermangel gehören der Vergangenheit an – und doch gibt es ein Problem: Die beengte räumliche Situation erschwert den Schulalltag. „Wir haben 22 Klassen, aber nur 21 Räume“, sagte Karen Frers. Der Lagebericht der Schulleiterin hat im Mittelpunkt der jüngsten Versammlung des Schulzweckverbandes Moorrege gestanden.

shz.de von
erstellt am 15.Dez.2015 | 20:02 Uhr

„Es sind 30 Kinder zu viel oder ein Klassenraum zu wenig“, fasste ein Zweckverbandsvertreter zusammen. Daran ändern auch die Sanierungsmaßnahmen nichts, die nach der Prüfung durch das Kreisbauamt im Frühsommer umgesetzt werden sollen. Sie sorgen vor allem im Bereich der Ganztagsbetreuung und der Essensversorgung für Entlastung.

Schulleiterin Frers fürchtet den Anruf vom Schulamt mit der Aufforderung, Flüchtlingskinder zu beschulen und eine „Deutsch als Zweitsprache“-Klasse einzurichten. „Dann müssten wir uns wirklich etwas einfallen lassen“, meinte sie skeptisch. Der Kunst-Raum wird bereits als Klassenraum genutzt. Kunstunterricht findet in einem anderen Fachraum statt; die Fachbereiche kommen sich ins Gehege. Für differenzierten Unterricht werden Gruppenräume benötigt. Im Lehrerzimmer stehen für 44 Pädagogen 36 Sitzplätze zur Verfügung, so dass sich zum Teil zwei Kollegen einen Arbeitsplatz teilen müssen.

Um Abhilfe zu schaffen, muss zunächst eine Entscheidung über die Zukunft des „Gemsmo“-Gebäudes getroffen werden: Ist es sinnvoller den 70er-Jahre-Bau abzureißen oder zu sanieren? Zur Entscheidungsfindung soll ein Vor-Ort-Termin an einer Schule in Glinde bei Hamburg beitragen. Sie wurde nach dem sogenannten Kasseler Modell saniert und aufgestockt. Sportlehrer Björn Schwientek machte seinem Ärger Luft. „Wegen außerschulischer Aktivitäten fällt der Sportunterricht in der Turnhalle an sechs Tagen im Jahr aus.“

„Die Halle ist eine Mehrzweckhalle“, machte Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg deutlich. Er bot an, die Gemeindetermine erneut mit denen der Schule abzustimmen.

Lehrerin Christina Heinemann kritisierte die Anschaffung einer neuen mobilen Bühne auf Kosten des Schulzweckverbandes. „Die Schule braucht die Bühne nicht“, sagte sie. „25000 Euro hat der Zweckverband für die Bühne ausgegeben. Das ist mehr als die Hälfte der im Haushalt eingeplanten Sanierungskosten“, so die Pädagogin im anschließenden Gespräch.

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