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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 05:43 Uhr

Gespräch : Gemeinsam nach Lösungen suchen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Einen „kurzen Draht nach Kiel“ ermöglicht die SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies den Bürgermeistern ihres Wahlkreises durch einen regelmäßigen Gedankenaustausch über Themen, die vor Ort auf den Nägeln brennen.

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2014 | 20:59 Uhr

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Tornescher Sozialdemokraten Manfred Mörker führte sie gestern mit Roland Krügel (CDU) ihr „Tornescher Bürgermeistergespräch“. Im Mittelpunkt standen die Themen K22, Zughalte, Finanzausgleich, Wohnungsbau und Asylbewerberunterbringung.

Beate Raudies bezeichnete Tornesch in Sachen Wohnungsbau als „Vorreiter im Kreis Pinneberg“. Es sei vorbildlich, wie sich in Tornesch für bezahlbaren Wohnraum durch Neubau und Sanierung eingesetzt werde, sagte sie. Auch beim Thema Asylbewerberunterbringung wurde deutlich, dass in Tornesch vorausschauend nach anmietbaren Wohnungen und Möglichkeiten der Unterstützung gesucht wurde. „Wie ich gehört habe, sind aktuell alle Asylbewerber gut untergebracht. Ich weise aber trotzdem auf Fördermittel des Landes hin, falls Tornesch selbst für weitere Betroffene Unterkünfte schaffen muss“, so die SPD-Landespolitikerin.

Sie informierte auch darüber, dass sich die Große Koalition in Kiel Gedanken um eine Staffelung der zusätzlichen Finanzausgleichsumlage mache. Das hörten Bürgermeister Roland Krügel und der SPD-Ratsherr Manfred Mörker gerne, denn Tornesch gehört zu den als „abundant“ eingestuften Kommunen, also den finanziellen Geberkommunen in Schleswig-Holstein.

„Tornesch steht nicht schlecht da, aber wohlhabend ist Tornesch natürlich auch nicht und hat übergemeindliche Aufgaben zu erfüllen und diese zu finanzieren“, waren sich die SPD-Landespolitikerin und ihre Tornescher Gesprächspartner einig, dass es sich beim Finanzausgleich um eine aufgabenorientierte und akzeptierbare Verteilung handeln müsse.

Schulterschluss bei K22 und Bahnanbindung

Kernpunkte des etwas mehr als einstündigen Gedankenaustausches waren die Dauerthemen K22 und Zuganbindung. Beate Raudies informierte, dass das Land den Bau der K22 in seiner langfristigen Finanzplanung bis 2019 enthalten habe. „Das Land hat die Finanzierung also auf dem Zettel. Es ist ein wichtiges Signal, wenn in Kiel ankommt, dass die Region die K22 will. Ich werde mich weiter nach dem Sachstand zur Planfeststellung erkundigen“, versprach die SPD-Landtagsabgeordnete. Wie Bürgermeister Roland Krügel mitteilte, bestehe nun mit der Deutschen Bahn die Einigung darüber, dass die Untertunnelung der Bahngleise so geplant werde, dass vier Gleise abgedeckt sein könnten. „Wir müssen die K22 haben und sobald der Planfeststellungsbeschluss vorliegt, werden wir uns um die zügige Umsetzung kümmern“, erinnerte der Bürgermeister an den seit mehr als 30 Jahren bestehenden K22-Vertrag zwischen dem Kreis und den Kommunen Tornesch und Uetersen.

Wie wichtig ein 30-Minuten-Zug-Takt nach Hamburg Altona und Hauptbahnhof für die Region Tornesch-Uetersen mit 40000 Einwohnern und 3500 Pendlern ist und gerade vor dem Hintergrund der geplanten Baumaßnahmen auf der A7 und zu befürchtenden Verkehrsstaus unbedingt erreicht werden muss, will Bürgermeister Roland Krügel am Mittwoch in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses in Kiel gemeinsam mit Manfred Mörker und seiner Uetersener Amtskollegin Andrea Hansen deutlich machen.

Denn den versprochenen Halbstundentakt im Netz Mitte ab Dezember werde es nicht geben, da die Bahn die notwendigen Züge dafür nicht zur Verfügung habe, teilte Beate Raudies mit. Sie versprach, mit ihrem SPD-Landtagskollegen Kai Vogel, der Mitglied des Wirtschaftsausschusses und Sprecher der SPD-Fraktion für Verkehrspolitik ist, alle Hebel für die notwendigen Zughalte in Tornesch in Bewegung zu setzen. „Vielleicht gibt es durch den A7-Ausbau doch noch eine Chance“, so Raudies.

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