Gespräch : Gemeinsam nach Lösungen suchen

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Im Ringen um mehr Zughalte am Tornescher Bahnhof und Verbesserungen für die Pendler in puncto Zugpünktlichkeit und Service ist die Bürgerinitiative „Dorfbahnhof? Nein Danke!“ weiter aktiv. Wie berichtet, hatten sich die Sprecher der Initiative Gisela Hüllmann und Gerhard Quast in einem Schreiben an die NBE Nordbahn, die seit dem 14. Dezember 2014 die Strecken Wrist/Itzehoe-Hamburg und damit auch den Bahnhof Tornesch bedient, gewandt.

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19. Mai 2015, 21:37 Uhr

In dem Schreiben führten die Sprecher der Bürgerinitiative Kritikpunkte wie zu volle Nordbahnzüge, Verspätungen oder in anderen Fällen das zu frühe Schließen der Türen vor Abfahrt der Züge an. Auch das Fehlen eines zweiten Fahrkartenautomaten auf dem Bahnsteig Richtung Hamburg wurde als Kritikpunkt aufgeführt.

Die Geschäftsführung der Nordbahn bot der Bürgerinitiative ein Gespräch an. Das fand nun am 18. Mai statt. NBE Nordbahn-Geschäftsführer Nis Nissen und Christian Nachtwey, Leiter Betrieb, waren nach Tornesch gekommen, um sich den Fragen und Wünschen der Bürgerinitiative zu stellen. Auch Verwaltungsmitarbeiter Rainer Lutz, Stabstelle Umweltschutz und Wirtschaftskoordination, nahm an dem Gedankenaustausch teil. In ungezwungener Atmosphäre brachten die Mitglieder der Bürgerinitiative noch einmal die Kritikpunkte vor. Nordbahn-Geschäftsführer Nis Nissen und Betriebsleiter Christian Nachtwey gaben ausführlich Antwort und erläuterten Hintergründe.

Denn das kritisierte Fahrplankonzept hat nicht die Nordbahn gestrickt, sondern die Nah.SH GmbH. Sie ist vom Land beauftragt, den Nahverkehr auf dem vorhandenen Schienennetz, über das die DB Netz AG die Hoheit hat, zu organisieren. Das Konzept des Landes beinhaltet schnelle Bahn-Verbindungen mit RE-Zügen von Kiel und Neumünster nach Hamburg, die nicht an allen Stationen halten und RB-Züge, die alle Stationen bedienen.

„Wir könnten unsere Fahrzeuge mehr fahren lassen, aber das Schienennetz gibt das nicht her und das Land hat das auch nicht bei uns bestellt. Aber warten Sie ab, was der vom Minister erteilte Prüfauftrag an Erkenntnissen bringt“, verwies Nis Nissen die Mitglieder der Bürgerinitiative auf ein für den 15. Juni geplantes Treffen von Entscheidungsträgern des Landes.

Man könne zu den vereinbarten Zughalten der  Nordbahn „Nebenabreden“ treffen, so Nis Nissen. „Dazu muss das Land aber auf uns zukommen“, machte er deutlich. Was den zweiten gewünschten Fahrkartenautomaten auf dem Bahnsteig Richtung Hamburg betrifft, so werde er im Herbst aufgebaut. Er wird dann allerdings am Bahnhof Altona die Fahrkartenautomatenriege dezimieren, denn dort soll er abgebaut werden. Die Nordbahn hat jedoch eine Vereinbarung mit dem Reisebüro Sentek am Tornescher Bahnhofsplatz getroffen. Dort können Tickets für den HVV-Bereich und SWH-Tickets ohne Aufschlag erworben werben. Notizen machten sich die Nordbahn-Vertreter zu verschiedenen Kritikpunkten. Zu früh geschlossene Türen vor Abfahrt der Nordbahnzüge dürfe es nicht geben, die Nordbahn habe jedoch nur begrenzte Möglichkeiten, bei Verspätungen Meldungen auf DB-Zuganzeiger zu bringen.

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