Regionalplanung : Gemeinsam für die Windkraft

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In Sachen Windkraft wollen die drei H-Dörfer kooperieren. Dies ist während der jüngsten Sitzung des Haseldorfer Amtsausschusses besprochen worden, erklärte Haselaus Bürgermeister Rolf Herrmann (CDU) während der jüngsten Gemeindevertretersitzung im Jägerkrug.

shz.de von
22. September 2011, 20:51 Uhr

Allerdings geht es vorerst nur darum, rauszubekommen, ob Windkraft überhaupt in der Haseldorfer Marsch möglich ist.

Noch vor Kurzem haben die Haselauer Politiker intensiv über Abstandsflächen und Mindestgrößen beraten (die UeNa berichteten). Geändert hat sich dies durch den Auftritt eines Experten des Kreises während der jüngsten Bauausschusssitzung. Nach den derzeit diskutierten Regionalplänen in Sachen Windräder gilt die gesamte Haseldorfer Marsch mit Ausnahme der bebauten Gebiete als „Regionaler Grünzug“ und dort sind Windräder nicht erlaubt, erklärte er. Ganz eindeutig scheint dieses „Nein“ jedoch nicht zu sein. Als „schwammig“ kritisierte Herrmann während der Gemeindevertretersitzung weitere Aussagen des Kreis-Beamten. Aus seiner Sicht sind Windräder in der Marsch im Prinzip denkbar.

Bisher haben sich unabhängig voneinander die Politiker in Haselau und in Haseldorf um die Nutzung der regenerativen Energie gekümmert. In den beiden Dörfern liefen die Bemühungen mit unterschiedlicher Intensität und verschiedenen Ergebnissen. Nun stoßen die Hetlinger dazu. „Es macht keinen Sinn einzeln vorzugehen“, erklärt Bürgermeisterin Barbara Ostmeier (CDU) auf UeNa-Anfrage. Die Hetlinger Gemeindevertreter wollten das Thema zusammen mit den Nachbarn im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit angehen. Im Gespräch ist nach UeNa-Informationen eine Fläche, die teilweise auf Haseldorfer und teilweise auf Haselauer Gemeindegebiet liegt.

Klarheit soll nun Rolf Herrmann im Auftrag der drei Kommunen herstellen. Er wird demnächst bei der Landesplanung im Innenministerium vorstellig werden. „Es gibt unterschiedliche Akteure mit unterschiedlichen Interessen“, kommentiert er. Sollte Kiel die Vorstellung gut heißen, bedeutet das noch nicht, dass der Windpark auch kommt. „Wir machen das nicht gegen die Bürger“, erklärte Harald Jürgs, Fraktionsvorsitzender der Freien Wählergemeinschaft Haselau während der Gemeindevertretersitzung. Ähnlich äußerte sich Barbara Ostmeier. Nach Jürgs’ Aussage ist eine Bürgerwindkraftanlage im Gespräch, ähnlich der in Raa-Besenbek. „Dort profitieren die Menschen davon“, so der Freie. Nach einem Okay aus Kiel und von den drei Gemeinden könnte es dann ganz schnell gehen. Herrmann berichtet, dass es bereits mehrere Anfragen gab. Energieversorger und Anlagenbauer hätten Interesse bekundet.

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