Netzwerk-Treffen : Gemeinsam für die Region werben

4454399_800x502_55ae924f8988e.jpg

Die Bildung von Netzwerken ist für die erfolgreiche Arbeit unverzichtbar. Das ist die Erkenntnis von 20 Akteuren, die in der Region Führungen oder Kurse zu Natur und Landschaft anbieten. Sie waren einer Einladung von Barbara Engelschall vom Verein Regionalpark Wedeler Au und Almut Roos vom Verein Tourismus in der Marsch ins Elbmarschenhaus in Haseldorf gefolgt und hatten sich einen Nachmittag lang mit Möglichkeiten der Vernetzung beschäftigt. Im Garten des Elbmarschenhauses tauschten sie Erfahrungen aus und diskutierten die Umsetzung neuer Ideen.

shz.de von
21. Juli 2015, 20:39 Uhr

Die beiden Initiatorinnen wussten, dass viele Natur‐ und Landschaftsführer, die das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig‐Holstein in Kooperation mit regionalen Partnern ausbildet, als Einzelkämpfer unterwegs sind. Einige der Teilnehmer waren „alte Hasen“, andere Neulinge. „Meinen Durchbruch hatte ich mit den Nachtwächterführungen in Elmshorn, inzwischen biete ich 25 verschiedene Themen an“, sagte Annkatrin Holbach. Christian Kaiser, Fotograf und frisch gebackener Natur‐ und Landschaftsführer aus Altona, hat gerade mit guter Resonanz seine ersten Spaziergänge am Wittenbergener Ufer absolviert.

Wie hilfreich die Zusammenarbeit mit den regionalen Institutionen sein kann, stellten Engelschall und Roos in ihren Impulsvorträgen heraus. Sie wiesen auf die Veranstaltungskalender und Websites der Vereine hin, die ideale Plattformen der Zusammenarbeit bieten.

Das Projekt „Mit der S1 ins Glück– Entspannen im Regionalpark Wedeler Au“ ist ein Beispiel für eine gelungene Kooperation zwischen einer privaten Initiative und dem gemeinnützigen Verein. „Das Elbmarschenhaus ist ein idealer Partner für Pauschalangebote, bei denen die Natur‐ und Landschaftsführer über den Verein Tourismus in der Marsch und Geest vermittelt und versichert werden“, sagte Roos. Auch die Stiftung Lebensraum Elbe, die die Veranstaltung finanziell unterstützte, bietet sich als Kooperationspartner an. Hier passt besonders der Ausbau von Erlebnissen an und auf dem Wasser ins Programm.

Die Hamburgerin Anita Nemeth‐Hesemann stellte ihre Firma „ländlich unterwegs“ vor. Auf Tagesexkursionen ins Hamburger Umland verbindet sie die Erkundung der Kulturlandschaft mit Besuchen regional wirtschaftender Betriebe aus den Bereichen Gartenbau, Fischerei oder Biohof. Die Idee, regionale Produkte und Verkostungen stärker in die Angebote zu integrieren, weckte bei vielen Teilnehmern großes Interesse.

Die Gastgeberinnen Engelschall und Roos nahmen Anregungen für eine breitere Bewerbung gern auf. So könnte auf der Website ein Überblick über die in der Region aktiven Natur‐ und Landschaftsführer entstehen. Ein Newsletter könnte auf aktuelle Führungen hinweisen. „Wenn diese Veranstaltung der Auftakt zu regelmäßigen Treffen der Natur‐ und Landschaftsführer an der Unterelbe und im Regionalpark war, haben wir unser Ziel erreicht“, so die Veranstalterinnen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert