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Ausbildungsoffensive : Gemeinsam der Zukunft zugewandt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Uhr tickt. In spätestens fünf Jahren werde die demografische Entwicklung sich auch im Kreis Pinneberg bemerkbar machen, dann gebe es nicht mehr genug junge Menschen, um den Bedarf der Wirtschaft im Bereich der Ausbildung zu decken, warnte Jürgen Knauff von der Bundesagentur für Arbeit anlässlich des jüngsten Workshops des Netzwerkes „Wirtschaft trifft Schule“ zum Thema „Der Weg der Ausbildung – wir gehen zusammen“. Vertreter von Unternehmerseite, Schulen, Eltern, der Arbeitsagentur und die Wirtschaftsförderin der Stadt Uetersen trafen dazu in der Kleinen Stadthalle zusammen.

shz.de von
erstellt am 25.Okt.2013 | 21:32 Uhr

In Uetersen wurde rechtzeitig gehandelt, das Projekt aus der Taufe gehoben, das seit inzwischen sieben Jahren mit dem regelmäßigen Höhepunkt „Lehrstelleninfotag“ überregional auf sich aufmerksam macht. Hunderte sind es, die Jahr für Jahr in Uetersen, Moorrege oder Tornesch – immer im Wechsel –zusammentreffen, um sich über ihre Perspektiven informieren zu lassen (Schüler) oder über die Möglichkeiten zu informieren, (Arbeitgeber) die jungen Leuten in der Region geboten werden. Der gemeinschaftliche Pool ist, wissen die federführenden Partner im Netzwerk, die Hamburger Sparkasse, die Stadt Uetersen und die Bundesagentur für Arbeit, bestens geeignet, um den „Deckel zum Topf“ zu bringen. Eine solche Veranstaltung will gut vorbereitet werden. Daher gibt es regelmäßige Treffen und eben auch Workshops. In Uetersen redet man schon lange nicht mehr über-, sondern miteinander. Wie gelingt es, die Berufswünsche der Mädchen und Jungen und das Qualifikationsprofil der jungen Bewerber auf einen Nenner zu bringen? Was kann getan werden, um Jugendlichen den Start in die Berufswelt zu erleichtern? Um diese Fragen ging es konkret beim Workshop.

Erstmals dabei waren zwei Vertreter der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein. Seit 15 Jahren Jahren führt der Verband erfolgreich Projekte im Bereich der Ausbildung durch. Insbesondere gehe es ihnen um Migrantenbetriebe, sagten Fuat Aktas und Aysel Atasoy-Boyraz. Dort gebe es ein schlafendes Potenzial. Viele würden das duale Ausbildungssystem in Deutschland nicht kennen. Wenn man es den Migranten erkläre und ihnen beim Erwerb der Ausbildereignung helfe, seien viele bereit, einen Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen.

Ziel des Workshops war es, einen Leitfaden zu entwickeln, der von allen Teammitgliedern für die Bewerber aus der Region bei den Betrieben aus der Region zugeschnitten ist. Die erarbeiteten Ergebnisse sollen dann von Wirtschaftsförderin Meike Koschinski in einer Broschüre zusammengefasst und den Schülern zur Verfügung gestellt werden.

Bekannt gegeben wurde das Datum für den nächsten Lehrstellen-Infotag. Es ist der 7. Februar 2014. Durchgeführt wird er diesmal in Uetersen (Sporthalle des Ludwig-Meyn-Gymnasiums).

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