Haushalt 2013 : Gemeinde steht „relativ gut da“

„Wir stehen relativ gut da“, bilanzierte Bürgermeisterin Ute Ehmke (Gemeinschaft unabhängiger Bürger, GuB’82), „und sind immer noch schuldenfrei.“ Den Haushalt 2013 haben die Gemeindevertreter während ihres jüngsten Treffens im Sitzungssaal der ehemaligen Schule einstimmig verabschiedet.

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14. Februar 2013, 19:43 Uhr

1,07 Millionen Euro soll die Kommune in diesem Jahr ausgeben. Damit steigt der Umfang deutlich gegenüber den Vorjahren (2012: 926000 Euro; 2011: 957000 Euro).

Auf der Einnahmenseite steht ein deutliches Plus, etwa bei der Einkommenssteuer und der Schlüsselzuweisung, die Kiel nach deren finanzieller Kraft an die Kommunen verteilt. Gleichzeitig muss Groß Nordende aber auch mehr für die Leistungen der Amts- und Kreisverwaltung zahlen. Die Gewerbesteuer spielt eine untergeordnete Rolle. Von den 62 Gewerbebetrieben im Dorf müssen 51 diese Steuer nicht entrichten.

In der Rücklage befanden sich Anfang des Jahres knapp 195000 Euro. Sie wird sich bis Ende 2013 voraussichtlich reduzieren auf 160000 Euro. Dieser „Sparstrumpf“ der Gemeinde ist für größere Investitionen gedacht.

Damit hält man sich derzeit allerdings stark zurück. Die Dachsanierung des Dorfgemeinschaftshauses wird angegangen. Eingeplant sind dafür 42500 Euro. In den Miesen ist Groß Nordende beim Wegeunterhaltungsverband, der sich um die Sanierung der dörflichen Straßen kümmert. 37000 Euro hat die Kommune reserviert, um das Defizit wenigstens teilweise auszugleichen. Und 20000 Euro wurden eingestellt, damit man Mitglied im zu gründenden Zweckverband für einen Breitbandverkabelung im Dorf werden kann.

Ist der Finanzspielraum der Gemeinde 2013 wie im Vorjahr eng gesteckt, so sieht die vom Innenministerium gemachte Prognose für die Zukunft Besserung voraus. Die Politiker wollten vom Leitenden Verwaltungsbeamten Reiner Jürgensen wissen, wie man in Kiel auf diese Vorhersage kommt.

Der Amtschef verwies auf ein kompliziertes Berechnungsverfahren. „Das muss nicht klappen“, so Jürgensen, „aber in 95 Prozent hat es hingehauen.“

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