Stadtmuseum Pinneberg : Gemälde von Thiersch

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Im Zentrum der Kreisstadt neben der Drostei, befindet sich das „Pinneberg Museum“, (Dingstätte 25) unter der Leitung von Ina Duggen-Below. Vorrangig werden regionale Themen, die sich mit der Stadt, dem Kreis Pinneberg und Schleswig-Holstein beschäftigen, behandelt und präsentiert.

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05. Juni 2014, 17:07 Uhr

Aktuell werden anlässlich des 100. Geburtstages von Günther Thiersch (1914-1986) ca. 40 ausdrucksstarke Gemälde, Objektbilder und Objekte aus Privatbesitz gezeigt. Aus dem Nachlass des Malers, der im Oktober 1986 in Pinneberg starb, wurde dem Museum ein umfangreiches graphisches Werk mit Radierungen, Handzeichnungen, Monotypien, Lithographien, Collagen und Gemälde durch die Fielmann AG als Schenkung übergeben. Geboren am 9. Juni in Neumark in Schlesien ging Günther Thirsch 1936 nach dem Studium des Schiffbaus an der TH Danzig zur Marine. Er erlitt eine schwere Kriegsverletzung und nach Kriegsgefangenschaft kam er mit seiner Frau nach Halstenbek in eine Notunterkunft. Nach dem Studium der Kunst, Kunstgeschichte und Geografie in Hamburg arbeitete Thiersch als Lehrer in Lübeck, Plön und bis 1972 in Elmshorn. Danach war der Künstler in seinem Pinneberger Atelier freischaffend tätig.

Die von Frau Duggen-Below zusammengestellte Auswahl der Werke in den drei Erdgeschossräumen des Museums ist etwas Besonderes. Sie zeichnet den Werdegang des Künstlers Thiersch anschaulich nach. Der Maler, der weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins durch Ausstellungen u. a. in München bekannt wurde, malte seit den 1960er Jahren. Amorphe Körper, surrealistisch wirkend, entführen in eine Fantasiewelt. In den 1970er Jahren geht Thiersch in den Raum. Immer mehr Technik wie Rohr, Zahnrad und Messgeräte werden in dem Genre der Collage sichtbar, die der Künsler seine „Objekte im Kasten“ nennt. Technik wird ad absurdum geführt. Obwohl sie ihn brennend interessierte, sah er sie auch kritisch. In seiner letzten Schaffensperiode in den 1980er Jahren entstanden Werke vermehrt in Öl, die wie Stillleben wirken und dem „Magischen Realismus“ zugeordnet werden.

Geöffnet: Di., Mi. + Fr. 17-19 Uhr. Do. 10-12 und 15-17 Uhr. Sa. 11-13 Uhr. (Bis 24. Juni).

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