Rettungsschwimmen : Gelungene Medaillenjagd

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Die Rettungssportler der DLRG Region Uetersen starteten am Himmelfahrtswochenende bei den Landesmeisterschaften in Ratzeburg. Erstmals seit vielen Jahren bestand das Uetersener Team wieder aus fast 40 Sportlern, die an zwei Tagen um Medaillen und gute Platzierungen sowie Pflichtzeiten für die WM-Qualifikation kämpften.

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12. Juni 2014, 18:38 Uhr

Am Freitag fanden traditionell die Einzelwettkämpfe statt, bei denen zunächst die jüngeren Sportler an den Start gingen. Von Beginn an hellwach war in der Altersklasse 12 Alina Kernchen: „Sie hat einen sensationellen Wettkampf abgeliefert“, lobte Matthias Krause, Pressewart der Uetersener Rettungssportler. Vor dem letzten Start war Kernchen mit nur fünf Punkten Vorsprung Erste; dann deklassierte sie im abschließenden Hindernisschwimmen ihre Konkurrenz. Kernchen wurde souverän Landesmeisterin und qualifizierte sich erstmals für die Deutschen Meisterschaften, die im November in Heidenheim stattfindenden.

Die erst achtjährige Nele Prätorius startete in der Altersklasse 10 und zeigte ebenfalls einen starken Wettkampf. „Als jüngste Sportlerin fehlten ihr am Ende lediglich drei Punkte zur Bronzemedaille, weshalb einige Tränen getrocknet werden mussten“, so Krause, der aber weiß: „Nele Prätorius gehört definitiv die Zukunft, sie kann noch zwei weitere Jahre in ihrer Altersklasse starten!“

Gleiches gilt für die 9-Jährige Alina Hamann, die im letzten Jahr einen großen Sprung machte und vor allem auf den Flossenstrecken als großes Talent gilt. In der Altersklasse 17/18 begann der Wettkampf für Sebastian Engel alles andere as optimal. Nach einem Flossenriss auf der ersten Strecke fing sich Engel aber wieder und schwamm drei neue Bestzeiten – diese brachten ihm am Ende den Landesmeistertitel. Zugleich buchte Engel das Ticket für die Deutschen Meisterschaften.

In der offenen Altersklasse lagen Freud und Leid dicht beieinander: Neben guten Zeiten verhagelten einige Disqualifikationen bessere Platzierungen. Krause gewann zwei Einzelstrecken, musste aber auch zwei Disqualifikationen hinnehmen, was ihn im Mehrkampf eine Medaille kostete. Gewohnt souverän zeigte sich Tobias Knoll, der „Gold“ gewann. Christian Tügel und Ole Ehlers rundeten mit den Plätzen vier und fünf das gute Mannschaftsergebnis ab. Bei den Damen schrammte Sharleena Schwegmann um winzige zwei Punkte am Titel vorbei. Auch Katharina Schankin, Trainerin der jüngeren Sportler und selbst Aktive, kam mit der Doppelbelastung gut zurecht und sicherte sich am Ende einen starken siebten Rang.

Starke Uetersener Staffeln

Am Sonnabend wurden bei der Landesmeisterschaft der Rettungssportler die Staffel-Wettbewerbe ausgetragen. Dramatisch war einmal mehr der Ausgang in der Altersklasse 12: Auf dem Bronze-Rang liegend wurden Jaqueline Dücker, Natalie Sawitzki, Alina Hamann und Nele Prätorius disqualifiziert; am Ende belegte das Quartett der DLRG Region Uetersen Platz acht. Das zweite Uetersener Team dieser Altersklasse erreichte Rang sechs. Den vierten Platz schafften die weiblichen Starterinnen der Altersklassen 13/14 und 17/18, Platz fünf ging an die männlichen Talente der Altersklasse 13/14.

Traditionell Favoriten auf den Titel sind die offenen Damen und Herren aus der Rosenstadt. Während die Herren souverän ihren Titel verteidigten, mussten sich die Damen nach ihrem Titel-Abonnement der letzten Jahre nun mit „Silber“ begnügen. Nach einem durchwachsenen Start schwammen die Uetersenerinnen in den letzten drei Staffeln starke Zeiten, kamen aber nicht mehr am souveränen Möllner Team vorbei.

„Insgesamt kann unser Verein mit dem Abschneiden zufrieden sein“, urteilte Matthias Krause, Pressewart der DLRG Region Uetersen. Sebastian Engel und Carla Strübing (Freigewässer) wurden zudem für das Auswahlteam von Schleswig-Holstein nominiert, das im Juli beim „Junioren Rettungspokal“ in Braunschweig antreten wird. „Und auch unser jüngerer Nachwuchs lässt auf die kommenden Jahre hoffen“, betonte Krause abschließend.

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