Fußball : Gelungene Eröffnung

4440126_800x448_5599871c89823.jpg
1 von 2

„Hells Bells“ tönte am Sonntag um 15.28 Uhr aus den Lautsprechern am neuen Sportplatz des Heidgrabener SV. Die „Höllenglocken“ der australischen Hard-Rock-Band AC/DC, die vor jedem Heimspiel des FC St. Pauli im Millerntor-Stadion erklingen, läuteten dieses Mal das Freundschaftsspiel der 1. Herren des Heidgrabener SV gegen die 2. Mannschaft des Kiez-Klubs, mit dem der Heidgrabener Kunstrasenplatz offiziell eröffnet wurde, ein.

shz.de von
05. Juli 2015, 21:33 Uhr

Die U23 von St. Paul, die in der Regionalliga Nord (vierthöchste Spielklasse Deutschlands) kickt, ging schon mit ihrem allerersten Angriff in Führung. Den ersten Torschuss von Finn Tiedemann konnte HSV-Keeper Krystof Barth per Fußabwehr noch klären (Foto unten), doch den Abpraller drückte Jan-Marc Schneider zum 0:1 über die Linie (2. Minute). Unglaublich, aber wahr: Im direkten Gegenzug besaßen die Hausherren, die vier Klassen tiefer in der Kreisliga 8 um Punkte kämpfen, eine große Chance zum Ausgleich. Philippe Schümanns Schuss lenkte Gäste-Torwart Sebastian Kalk aber über die Latte (3.). Eine weitere gute Gelegenheit zum 1:1 verpasste Jesse Jacobsen, dessen Lupfer Kalk fing ‒ möglicherweise vor seinem Strafraum, wie einige Zuschauer bemängelten, was Schiedsrichter Janik Möller (SV Lieth) aber nicht ahndete. Während Tiedemann zunächst nur den Pfosten getroffen hatte (6.), hängte er drei Minuten später im Laufduell HSV-Kapitän Fabian Doell ab und schoss flach zum 0:2 ein. Nachdem Schümann erneut freistehend am herausstürzenden Kalk gescheitert war (10.) und Barth einen Freistoß an den Pfosten gelenkt hatte (12.), verflachte die Partie etwas.

Das 0:3, das Schneider nach einer Linksflanke von Furkan Pinarlik erzielte (21.), war bereits der Pausenstand. „Zu Beginn der zweiten Halbzeit hat St. Pauli wieder sehr starken Druck ausgeübt, aber wir haben diese Phase gut überstanden“, lobte HSV-Coach Ove Hinrichsen. In der 58. Minute brandete großer Jubel unter den rund 500 Zuschauern auf: Schümann gelang nach einem langen Pass von Jacobsen tatsächlich der ersehnte Ehrentreffer. Nach dem 1:4 (74.) hätten die Heidgrabener sogar ein noch besseres Ergebnis erzielen können: Schümann scheiterte knapp per Kopf, ehe Maik Siebels nach einem Querpass mit Kalk zusammenrasselte und sein Versuch auf der Torlinie von einem Verteidiger geklärt wurde. Aber auch mit dem 1:4 konnten die Heidgrabener gut leben und begaben sich bestens gelaunt zum gemeinsamen Essen mit den St. Pauli-Spielern, die sehr sympathisch in Heidgraben auftraten. „Es war eine rundum gelungene Eröffnungsveranstaltung“, lautete deshalb auch das Fazit von Hinrichsen und HSV-Fußball-Obmann Ingo Höhns.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert