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Uetersener Nachrichten

17. Dezember 2017 | 21:24 Uhr

Sozialverband : Gelbe Karten als Appell

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ein Behindertenparkplatz ist eine spezielle Parkmöglichkeit für Menschen mit Behinderung und ist laut Straßenverkehrsordnung für andere Verkehrsteilnehmer als Parkplatz tabu. Doch die Realität sieht oft anders aus.

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2014 | 21:55 Uhr

Auch in Tornesch bleiben diese Parkplätze nicht immer für diejenigen frei, für die sie gedacht sind und denen damit die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erleichtert werden soll.

Der Sozialverband Schleswig-Holstein hat eine Aktion gestartet, an der sich auch der Ortsverband Tornesch beteiligt und in dessen Mittelpunkt steht, auf falsche Nutzung von Behindertenparkplätzen aufmerksam zu machen. Mitglieder des Sozialverbandes Tornesch waren bereits auf den Parkplätzen im Ortszentrum unterwegs, um dort nachzusehen, ob die Behindertenparkplätze auch wirklich für Menschen mit dieser Parkberechtigung freigehalten werden. Der Ortsverbandsvorsitzende Joachim Selk, seine Stellvertreterin Renate Kruse sowie Kerstin Köhntopp, Sabine Nowinski und die anderen aktiven Mitstreiter aus dem Vorstand und Ortsverband hatten auch die vom Landesverband zur Verfügung gestellten gelben Karten mit der Aufschrift „Sie haben meinen Parkplatz! Wollen Sie auch meine Behinderung?“ mit dabei. Und leider mussten sie die Karten auch in einigen Fällen an Autoscheiben heften.

„Vor dem Edeka-Markt haben wir sogar eine nichtberechtigte Dauerparkerin festgestellt. Leider hatte sie kein Unrechtsbewusstsein“, berichtet Kerstin Köhntopp. Ein Autofahrer mit entsprechendem Ausweis zur Nutzung eines Behindertenparkplatzes dankte den Sozialverbandsmitgliedern für ihren Einsatz und nahm ein paar gelbe Sozialverbandskarten mit, um mit ihnen im Bedarfsfall Autofahrer auf unberechtigtes Parken auf einem Behindertenparkplatz aufmerksam zu machen. „Auch wir setzen individuell die Sozialverbandsaktion fort. Wir führen die gelben Karten mit uns im Auto und werden sie an parkende Fahrzeuge, die auf einem Behindertenparkplatz stehen, aber der dafür notwendige Ausweis nicht im Fahrzeug ausliegt, heften“, macht Renate Kruse deutlich.

Parkausweise für Berechtigte im Ordnungsamt erhältlich>P> Der Parkausweis wird schwerbehinderten Menschen mit außergewöhnlicher Gehbehinderung (Merkzeichen aG), beidseitiger Amelie oder Phokomelie oder mit vergleichbaren Funktionseinschränkungen sowie für blinde Menschen (Merkzeichen Bl) auf Antrag im Ordnungsamt oder in der Straßenverkehrsstelle ausgestellt. Der blaue EU-einheitliche Parkausweis oder der individuelle Parkausweis müssen gut sichtbar im Fahrzeug ausliegen. Die Benutzung des Parkplatzes ist auch zulässig, wenn ein Nichtbehinderter das Fahrzeug lenkt, die Fahrt aber der Beförderung der berechtigten behinderten Person dient.

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