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Uetersener Nachrichten

23. August 2017 | 06:43 Uhr

Handball : Gekämpft bis zum Ende

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Sie waren am Sonnabend kurz davor, nach ihrem 27:20-Sieg vom 1. November 2014 gegen den damaligen Tabellenführer ATSV Stockelsdorf erneut ein Spitzenteam zu ärgern. Am Ende verloren die 1. Frauen des TuS Esingen mit 21:24 gegen die SG Oeversee/Jarplund-Weding, die wie die Tornescherinnen im Sommer 2014 in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein aufgestiegen waren. Dort nahm das Team vom Flensburger Stadtrand eine deutlich bessere Entwicklung als die TuS-Frauen und ist auf dem Weg, an frühere, glorreiche Bundesliga-Zeiten des TSV Jarplund-Weding (1982 bis 1986 und 1987 bis 1989) anzuknüpfen.

Den besseren Beginn erwischten in der Neuen KGST-Halle die Esingerinnen: Ein Doppelpack von Anna-Cathleen Theel ermöglichte nach fünf Minuten eine 3:1-Führung. „Danach haben wir leider unsere Chancen nicht mehr genutzt und uns zu viele technische Fehler geleistet“, haderte TuS-Trainer Jan-Henning Himborn angesichts der Tatsache, dass fünf Gegentore in Folge einen 3:6-Rückstand bedeuteten (14.), ehe Himborn seine Auszeit nahm. Mit einer offensiven Deckung konnten die Esingerinnen die wurfgewaltigen Rückraumspielerinnen der SG zwar gut bekämpfen, zur Pause stand es aber trotzdem 8:14 aus TuS-Sicht.

„Leider haben wir dem Gegner einige Tempogegenstöße ermöglicht“, klagte Himborn, der aber zugleich lobte: „In der zweiten Halbzeit haben wir sehr, sehr gut gedeckt!“ Gegen ein Gäste-Team, dem nun die nötige Bewegung im Angriff fehlte, konnten die Esingerinnen Tor um Tor verkürzen. Kübra Yüksel brachte die TuS-Frauen in der 44. Minute erstmals wieder auf vier Treffer heran. Und als Martina Bauer in der 57. Minute das 20:22 gelang, war der Spielausgang plötzlich wieder offen.

Vivien Wiechens (weibliche B-Jugend), die als zweite Torhüterin Frauke Langhein (krank) vertrat und in der Schlussphase das Gehäuse hütete, glänzte mit drei Paraden. Zur tragischen Figur wurde in der vorletzten Minute ausgerechnet Theel: Die mit zwölf Treffern wieder einmal beste TuS-Schützin setzte beim Stand von 21:23 einen Siebenmeter an den Pfosten. „Wenn uns da der Anschlusstreffer gelungen wäre, wäre noch ein Unentschieden möglich gewesen“, vermutete Himborn.

Weil mit Tanja Falk, Sofia Schlage und Meike Speckin (alle krank), Katja Brandt (verhindert) und Jana Schwechheimer (hat aufgehört) fünf Feldspielerinnen fehlten, betonte Himborn: „Unser dezimierter Kader hat gekämpft bis zum Ende und hätte mit ein bisschen mehr Glück und Abgeklärtheit eine Überraschung schaffen können.“ Dass sein Team die zweite Halbzeit mit drei Toren gewann, lässt Himborn optimistisch in die Zukunft blicken: „Wir haben uns, auch im Vergleich zum Hinspiel, deutlich gesteigert!“

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erstellt am 08.Feb.2015 | 20:08 Uhr

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