Neujahrsempfang : Gegenwind für Weinberg

4286148_800x1013_54bfeefc6d826.jpg
1 von 2

Kräftig ausgeteilt hatte der Moorreger Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg während des Neujahrsempfangs der Gemeinde (die UeNa berichteten). Besonders das von der Landesregierung beschlossene Finanzausgleichsgesetz (FAG) und das davon profitierende Uetersen hatte der Christdemokrat aufs Korn genommen. „Sie müssen wissen, dass sich Uetersen auch mit Moorreger Steuergeldern finanziert“, erklärte Weinberg am vergangenen Sonntag.

shz.de von
21. Januar 2015, 19:22 Uhr

Nun kommt die Antwort von der anderen Seite des „schwarzen Flusses“ und die fällt ähnlich deutlich aus wie die Rede des Gemeindeoberhauptes. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Ingo Struve antwortet in einer Presseerklärung.

„Ja, Herr Bürgermeister Weinberg, Uetersen profitiert vom neuen FAG“, bekräftigt er. „Wir bekommen mehr Geld vom Land, weil wir mehr Aufgaben schultern.“

Mit den Mitteln aus dem Finanzausgleichsgesetz finanziere man jedoch nicht Löcher im Haushalt, sondern Angebote für die gesamte Region. „Uetersen zahlt beispielsweise einen Zuschuss zu jedem Essen, das in der Schulmensa verkauft wird“, klärt der gebürtige Rosenstädter auf.

Dabei kämen nur etwa 40 Prozent der Schüler des Gymnasiums aus Uetersen. „Da die Umlandgemeinden aber nicht bereit waren, sich an diesen Kosten zu beteiligen und niemand an der Kasse seinen Personalausweis zücken soll, übernehmen wir die Kosten für alle“, belehrt Struve den Moorreger, „und das schon lange vor der Umstrukturierung des FAG.“

Darüber hinaus profitierten Moorreger Bürger beispielsweise auch von der Uetersener Bücherei und der Schwimmhalle. „Nicht jedem liegt das Eisbaden in Glinde“, so der Genosse. „Moorrege beteiligt sich nicht an den Kosten unseres Hallenbades. Uetersen beteiligt sich jedoch zu einem Großteil am Erhalt des Freibades auf Moorreger Gebiet.“ Der Moorreger Bürgermeister sei daher gut beraten, mit dem Austeilen gegenüber dem Nachbarn etwas vorsichtiger zu sein. Er könne sonst in Erklärungsnöte geraten, so Struve abschließend.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert