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Appener Gespräche : „Gegengewalt“ startet in Appen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit einer Premiere ist die Auftaktveranstaltung der Appener Gespräche in diesem Jahr erfolgreich gestartet. Statt, wie gewöhnlich, eines Kurzvortrages begann das Gesprächsforum an der Unteroffizierschule der Luftwaffe (USLw) zum ersten Mal mit einer Podiumsdiskussion. Schulkommandeur Oberst Markus Kurzcyk begrüßte 150 Gäste. Die Veranstaltung war zugleich der Auftakt für das Themenjahr „GEGENGEWALT– Für mehr Zivilcourage“.

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2016 | 18:21 Uhr

In den kommenden zwölf Monaten werden sich die Angehörigen der Luftwaffenschule ausführlich mit dem Thema auseinandersetzen und dieses aus verschiedenen Perspektiven und Blickrichtungen näher beleuchten.

Die Podiumsdiskussion war ein erster Schritt. Der Kommandeur hatte den Leitenden Direktor des Instituts für Theologie und Frieden (Hamburg), Professor Heinz-Gerhard Justenhoven, und den stellvertretenden Chefredakteur des SPIEGEL, Dirk Kurbjuweit, gewinnen können. Die Moderation übernahm Militärpfarrer Andreas-Christian Tübler, Pastor am Appener Standort. Diskutiert wurde über die Deutschen Interessen, die allgemeine Ethik und die gesellschaftliche Akzeptanz der Gewalt. Die angesprochenen Themenbereiche waren vielfältig und zogen einen Bogen von der Verantwortung der Außenpolitik und den daraus resultierenden deutschen Interessen über die Flüchtlingsströme und der Integration von hilfsbedürftigen Menschen bis hin zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr, aber auch zur aktuellen Kritik an der Arbeit von Medien.

Einig war man sich im Plenum, dass in Zeiten der Globalisierung und den aktuellen Herausforderungen der Weltgemeinschaft einzelne Staaten machtlos sind. Vielmehr seien die gemeinsame Zusammenarbeit in Organisationen wie den Vereinten Nationen oder der Europäischen Union geboten und eine erfolgversprechende Strategie.

Die Veranstaltung ließ darüber hinaus viel Raum für Fragen der Gäste. Die Teilnehmer auf dem Podium gaben offen und ohne Scheuklappen Auskunft über ihre Sicht der Dinge.

Der Oberst zog am Ende der Podiumsdiskussion ein positives Fazit. „Sicherlich konnten wir an diesem Abend nicht alle angesprochenen Facetten bis ins letzte Detail ausdiskutieren, aber wenn es in dem einen oder anderem Fall zum Nachdenken angeregt hat, umso besser“.

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