Treffen : Gegen die „Einheitslehrer“

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Hart ging der Landesvorsitzende der FDP, Heiner Garg, auf dem Kreisparteitag der Partei im Heistmer „Lindenhof“ mit den eigenen Wahl(miss)erfolgen – aber auch mit der aktuellen Politik der Landesregierung ins Gericht. Und erntete dabei den Beifall der Kreis Pinneberger Liberalen, die die nötige Motivation so dringend brauchen, um Menschen in ihren Wahlkreisen zukünftig von ihren Anliegen zu überzeugen.

shz.de von
22. Juni 2014, 21:40 Uhr

Er forderte „harte, inhaltliche Arbeit“ und Themen, die die Menschen wirklich interessieren wie Gesundheit, Pflege, Bildung und Verkehrs-Infrastruktur.

Dabei geißelte er die Hamburger FDP, die seiner Meinung nach besonders geschmacklos ihre Befindlichkeiten zur Schau stellen. „Auch wir haben in Schleswig-Holstein echte Charakterköpfe und sind uns nicht immer einig, aber das wird hier ausdiskutiert“, so Garg. Natürlich sei auch er manchmal neidisch auf Wolfgang Kubicki, der bundesweit durch die Talk-Shows tingele, meinte der im Gegensatz zu Kubicki eher als blass bezeichnete Garg kämpferisch, aber dieses schleswig-holsteinische FDP-Potential müsse unterstützt werden. Die FDP sei hier so notwendig, da die aktuelle Landesregierung und deren Finanzministerin Monika Heinold „Moneten-Moni“ das von der ehemaligen schwarz-gelben Regierungskoalition gesparte Geld nun mit vollen Händen zum Fenster raus werfe. Als „Gipfel des Schwachsinns“ bezeichnete Garg die Forderung nach einer bundesweiten Volksabstimmung über den Neubau von Straßen. Die Bayern dürften nicht mitentscheiden, ob die A20 bis Glückstadt und über die Elbe fortgeführt wird.

Den „Vogel abschießen“ würde aber in der neuen Landesregierung Kultusministerin Professor Waltraud „Wara“ Wende. Sie, so monierte Garg hauptsächlich, wolle das Gymnasium abschaffen und den „Einheitslehrer“ einführen. Auch die Einhundert-Prozent-Finanzierung der in den nördlichen Landesteilen so gut angenommenen dänischen Schulen kritisierte Garg. Wenn, dann sollten alle Privatschulen – Garg nennt sie Ersatzschulen – gleich finanziert werden.

Der FDP Fraktionsführer im Pinneberger Kreistag, Klaus G. Bremer, lobte in seinem Rechenschaftsbericht die immer offener werdende Zusammenarbeit im Kreistag: „Ich kann mit Hannes Birke (SPD) wirklich gut“ und bezeichnete Thomas Giese (Bündnis 90/Grüne) als Abgeordneten „mit fundiertem Wissen“. Kippen wollten der FDP-Ortsverband Tornesch-Uetersen das Delegiertensystem, an dem die Kreisliberalen als letzter Kreisverband festhalten. Das gelang nach mächtiger Gegenrede des von vielen Sympathien getragenen und einmütig wiedergewähltem Kreisvorsitzenden Günther Hildebrand nicht. Kreisgeschäftsführerin Sabine Werner: „Wir werden an der Sache dranbleiben.“

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