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Uetersener Nachrichten

17. Dezember 2017 | 19:10 Uhr

Gespräch : Gefordert: Wohnraumpakt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Kreis Pinneberg braucht eine gemeinsame Anstrengung für mehr preiswerten Wohnraum. Das war jetzt Konsens bei einer gut besuchten Veranstaltung des Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann in Wedel.

shz.de von
erstellt am 23.Dez.2012 | 22:21 Uhr

Um genug bezahlbare Wohnungen in Gebieten wie dem Großraum Hamburg zu schaffen, sei neben der richtigen Stadt- und Gemeindeentwicklung durch die Kommunen und der Förderung des sozialen Wohnungsbaus durch die Länder auch ein Kraftakt des Bundes erforderlich, erläuterte der Bau-Experte der SPD-Bundestagsfraktion, Sören Bartol. „Alle drei politischen Ebenen sind eigentlich in der Pflicht, der sozialen Spaltung in den Gemeinden entgegenzuwirken. Aber die jetzige Bundesregierung tut nichts“, ärgerte sich der Abgeordnete aus Marburg. So habe Schwarz-Gelb die Mittel für das Programm „Soziale Stadt“ auf 445 Millionen Euro heruntergefahren. Bartol: „Die SPD fordert jährlich 700 Millionen Euro für diesen Bereich. Und dabei haben wir sehr vorsichtig gerechnet und die knappen finanziellen Möglichkeiten schon berücksichtigt.“

Auf der Landesebene habe die neue Regierung in Kiel die ersten Schritte in die richtige Richtung schon unternommen, führte die wohnungsbaupolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Serpil Midyatli aus. „Unter Torsten Albig ist die Nichtsteuerung im Wohnungsbau aufgehoben worden“, betonte die Landtagsabgeordnete und wies darauf hin, dass sozialer und behindertengerechter Wohnungsbau allen Wohnungssuchenden helfe. Das Land habe Fördermittel bereit gestellt, die jetzt hoffentlich auch in Anspruch genommen würden. Städte und Gemeinden nahmen SPD-Kreisvorsitzender Thomas Hölck und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Neuen GeWoGe, Bernd Schröder in die Pflicht. „Wir brauchen eine aktive Wohnraumpolitik der Kommunen“, forderte Hölck und wies darauf hin, dass das Thema Wohnungsbau vielfach in Vergessenheit geraten sei, um jetzt mit umso größerer Brisanz aktuell zu werden. Und Schröder forderte klipp und klar: „B-Pläne dürfen nicht nur auf Ein- und Zwei-Familienhäuser zugeschnitten werden.“ Genossenschaften wie die Neue GeWoGe seien bereit, die Kommunen beim Bau von Sozialwohnungen zu unterstützen. „Wir sind ein bewährter Partner der Kommunen und Experten für bezahlbaren Wohnraum“, so Schröder.

Im Kreis Pinneberg müsse sich schnell etwas tun, damit der Wohnraum-Engpass sich nicht noch weiter zuspitze, forderte auch Gastgeber Rossmann. „Im Jahr 2010 fehlten im Kreis Studien zufolge gut 1200 Wohnungen. Aber wenn lediglich auf dem bisherigen Niveau weitergebaut wird, sind es im Jahr 2017 schon mehr als 3300 Mietwohnungen, die fehlen“, berichtete der Abgeordnete. „Wir brauchen einen Pakt für den Bau bezahlbarer Wohnungen“, brachte Rossmann die Diskussion auf den Punkt.

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