Gammel-Transporter unterwegs : Gefahr für nachfolgende Fahrzeuge

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Die Polizei kommt aus dem Staunen nicht heraus. Gestern berichteten wir von einem durchgegammelten Lkw, der zudem noch Tiefgefrorenes ohne ausreichende Kühlung transportierte, jetzt hat die Polizei mitgeteilt, dass sie schon wieder ein Auto von der Straße nehmen musste. Diesmal allerdings, weil er zudem überladen und das Transportgut unzureichend gesichert war.

shz.de von
21. Mai 2015, 17:29 Uhr

Der Transporter fiel den Beamten sofort auf, dem fachlichen Auge des Gesetzes war nicht entgangen, dass der Fahrer offensichtlich eine ganz besondere Ansicht von ordnungsgemäßer Ladungssicherung vertrat.

Im Verlaufe der Kontrolle wurden zudem mehrere technische Mängel festgestellt. So wies der Lkw einen Ölverlust am Motorblock auf. Schlimmer noch: Der Unterboden, die Radläufe sowie tragende Karosserieteile und Rahmen waren stark verrostet.

Die Ladung, ein VW T3, war durch verschlissene Spanngurte und die Befestigung dieser unzureichend und sogar falsch gesichert.

Der Lkw wurde zur Erstellung eines technischen Gutachtens sichergestellt. Der eingeschaltete Kfz-Sachverständiger fand so viele Mängel, dass das Fahrzeug als verkehrsunsicher eingestuft werden musste.

Doch damit nicht genug. Beim anschließenden Wiegen wurde festgestellt, dass der Lkw auf der zweiten Achse um 62 Prozent und bezogen auf das tatsächliche Gesamtgewicht um 34 Prozent überladen war. Da nützte es auch nichts, dass der T3 mit einem „Atomkraft?-Nein-Danke-Aufkleber“ bestückt war.

Im Anschluss an die Prozedur wurde der Lkw wieder ausgehändigt, eine Weiterfahrt ist jedoch untersagt worden.

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