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Volkstrauertag : Gedenken im Zeichen der Hoffnung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Unser Gedenken steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern. Und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der Welt“, sagte Pastor Winfried Meininghaus in seiner Ansprache vor dem Ehrenmal auf dem Tornescher Friedhof.

Dort hatten sich wie jedes Jahr am Volkstrauertag Vertreter von Parteien, Vereinen und Privatpersonen eingefunden, um der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft im vergangenen Jahrhundert und der Gegenwart zu gedenken. Denn nicht nur Krieg und Gewaltherrschaft sind nach wie vor auf der Welt zu finden, sondern auch Terror, Hass und Gewalt gegen politisch und religiös anders Denkende, gegen Fremde und Schwache. Pastor Winfried Meininghaus spannte mit seinen Worten der Mahnung und des Gedenkens den Bogen vom Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren und des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren und deren Auswirkungen bis in die Gegenwart. „Der Erste Weltkrieg ist so lange her, doch immer noch herrschen in der Welt, in der wir leben, Menschen übereinander zu ihrem Unglück. Und wir stehen mitten darin und dürfen nicht aufgeben, friedlichen Konfliktlösungen das Wort zu reden. Denn im Krieg, so zeigt es die Geschichte und die Gegenwart, bleibt keiner verschont“, so Pastor Meininghaus. Und er machte deutlich: „Kriege sind keine Naturgewalt. Sie brechen nicht über die Menschen herein wie eine Seuche oder Naturkatastrophe“.

Das feierliche Gedenken an alle Opfer der beiden Weltkriege und an die Opfer von Bürgerkriegen, Gewaltherrschaft, Terrorismus, Hass und Verfolgung in unserer Zeit wurde mit Musikstücken des Spielmannszuges des TuS Esingen sowie zwei Liedbeiträgen der E-Singer („O, Herr, welch ein Morgen“ und „Wohl denen, die da wandeln“) begleitet. Pastor Meininghaus schloss seine Ansprache mit dem „Vater unser“ und dankte nach den Kranzniederlegungen allen, die an der Feierstunde teilgenommen haben. „Sie haben etwas Wichtiges getan für den Ort und die Gesellschaft“, sagte er.

Gedenkstunde auch in Heidgraben

Auch in Heidgraben gedachten Vertreter von Parteien, Verbänden, Institutionen und Privatpersonen der Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft Terrorismus und Verfolgung.Nach einer Feierstunde im Gemeindezentrum mit Ansprachen des zweiten stellvertretenden Bürgermeisters Ernst-Heinrich Jürgensen und Pastorin Almuth Bretschneider wurden am Ehrenmal vor dem Gemeindezentrum Kränze niedergelegt.

Mitglieder der Feuerwehr hielten die Ehrenwache. Mitglieder der Heidgrabener Liedertafel und Kinder der Grundschule trugen mit Gesang und Texten zur würdigen Gestaltung der Gedenkfeier bei.

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erstellt am 16.Nov.2014 | 19:05 Uhr

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