Jugendwehr : Geburtstagskind holt den Pokal

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Zum 25-jährigen Bestehen der Jugendwehr machten sich deren Angehörige jetzt selber das schönste Geschenk: Sie holten sich den Marschen-Pokal, nachdem sie in der Deekenhörn bewiesen hatten, dass sie nicht nur die Feuerwehrtechnik beherrschen, sondern auch geschickt und sportlich sind.

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15. September 2011, 21:13 Uhr

Wenn sich junge Feuerwehrleute zu einem Wettkampf treffen, geht es keineswegs immer bierernst zu. Schlauchflechten, Gummistiefel-Weitwurf, Sandsack-Befüllen und auf dem Deekenhörn-See vom Opti aus Tennisbälle einsammeln – diese Disziplinen verbindet man nicht unbedingt sofort mit dem Job eines Nachwuchs-Brandbekämpfers. Und doch waren es diese Herausforderungen, denen sich die Jugendlichen stellen mussten. Die Tradition des Marschen-Pokals wurde einige Jahre nicht gepflegt, andere Wettkämpfe, Einsätze und die Ausbildung ließen zu wenig Platz im Terminkalender.

Zum Geburtstag der Jugendwehr besannen sich die Kameraden allerdings und luden sechs andere Jugendwehren auf das Freizeitgelände. Nach mehreren Stunden stand die Reihenfolge dann endlich fest. Den ehrenvollen letzten Platz belegten die Gäste aus Neuendeich hinter denen aus Holm, Seestermühe, Uetersen, dem gemeinsamen Team aus Seesteraner und Heistmer Jugendlichen sowie der Jugendwehr aus Moorrege auf Platz 2. Angesichts des erfreulichen Anlasses war reichlich Feuerwehr-Prominenz erschienen. Landesjugendfeuerwehrwart Dirk Teschechner, gerade mal drei Monate im Amt, etwa betonte den Stellenwert der Jugendwehr. Die 400 Nachwuchsabteilungen im Land verzeichnen zusammen inzwischen mehr als 9000 Mitglieder. „Damit haben wir die größte Jugendorganisation im Land, und das macht mich stolz“, sagte er.

Haselaus Bürgermeister Rolf Herrmann ist Jubiläen bei seiner Feuerwehr inzwischen gewöhnt. Vor zwei Jahren feierte die Wehr 75. Geburtstag, im vergangenen Jahr wurde der Spielmannszug 50 und nun eben der Geburtstag der Jugendwehr! „Angefangen hat es mit einer Gruppe aus acht Jugendlichen“, erinnerte er. Viele der Jugendlichen, die hier ausgebildet wurden, versehen heute noch ihren Dienst in der Feuerwehr. „Das macht einen Bürgermeister stolz“, so Herrmann.

Ausdrücklich gelobt wurde der Haselauer Ausbilder Marco Küchler. Er gilt als einer der engagiertesten Feuerwehrmänner.

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