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Frühschoppen : Garg stellt Appener FDP als Vorbild heraus

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Jutta Kaufmann hat etwas, das Christian Lindner nicht hat: eine Fraktion, die 28,2 Prozent der Wähler hinter sich weiß. Dieses Ergebnis erhielt die Appener FDP mit Kaufmann als Ortsverbands- und Fraktionsvorsitzende bei der Kommunalwahl im Mai 2013. Lindner dagegen übernahm im Dezember eine FDP, die bei der Bundestagswahl im selben Jahr nur auf 4,8 Prozent gekommen war.

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erstellt am 07.Sep.2014 | 19:56 Uhr

Gestern richtete er der Appener FDP Glückwünsche zum 60-jährigen Bestehen aus. Bei einem Frühschoppen mit etwa 60 Gästen im Bürgerhaus verlas der FDP-Landesvorsitzende Heiner Garg ein Grußwort des Partei-Chefs, in dem neben Respekt auch ein leichter Seufzer mitschwang: „Um es ganz klar zu sagen: Von Ihnen bräuchten wir mehr“, schrieb Lindner. Die Appener FDP könne stolz sein, dass sie seit 60 Jahren ohne Unterbrechung im Gemeinderat vertreten sei und ihre Wahlergebnisse seit 1994 stetig steigern konnte, hielt der Bundesvorsitzende fest.

Das Abweichen der Appener FDP vom liberalen Trend auf Bundesebene war Garg bereits 1996 aufgefallen. Damals lernte er Kaufmanns Zwillingsschwester Heidrun Osterhoff kennen. „Ich war wirklich überrascht, dass sie sich vor allem für Kinder- und Jugendpolitik engagierte“, berichtete er. Inzwischen sei er überzeugt, dass das Engagement der FPD für den Sport wesentlich zu deren Erfolg beigetragen habe.

Garg betonte: Zwar seien Wirtschaftspolitik, solide Finanzen und eine vernünftige Infrastruktur für ihn zentrale Themen. „Aber ich glaube, dass politisches Engagement in einer älter werdenden Gesellschaft ein Engagement für eine menschliche Gesellschaft sein muss. Dazu gehört ein bisschen mehr als das ökonomische Lehrbuch“, sagte er. Der Appener Ortsverband mache es vor: „Auch die FDP ist dafür da, Menschen zuzuhören und Lösungen für ganz alltägliche Probleme zu entwickeln“, so Garg.

Kaufmann steht seit 1993 an der Spitze der Appener FDP. Sie hielt fest: „Wir haben ein Stück Appener Geschichte mitgeschrieben.“ Ohne die FDP gäbe es weder das Bürgerhaus noch die Sporthalle am Distelkamp oder die Pausenhalle der Schule. Diese Projekte hätten die Liberalen und die SPD erkämpft.

Bürgermeister Hans-Joachim Banaschak (CDU) dankte den 15 FDP-Mitgliedern für ihr Engagement. Der Kreisvorsitzende Günter Hildebrand mahnte die Politiker zu mehr Authentizität. Wilfred Diekert, Vorsitzender des Turn- und Sportvereins (TuS) Appen erinnerte an Max Ginsberg, der einst sowohl den Sportverein als auch die FDP führte. Garg ehrte schließlich Gerhard Pein für 60-jährige und Heidrun Osterhoff für 25-jährige Mitgliedschaft.

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