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Schulzentrum am Himmelsbarg : Ganztagsschule kann kommen

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Im Schulzentrum Am Himmelsbarg hat man die Hausaufgaben gemacht, nun sind andere am Zug. Während der Sitzung der Schulverbandsversammlung stellte Rektorin Karen Frers das Konzept zur Einrichtung einer offenen Ganztagsschule im Sommer des kommenden Jahres vor. Parallel soll nach dem Willen der Landesregierung aus der Regional- eine Gemeinschaftsschule werden.

shz.de von
erstellt am 06.Dez.2013 | 21:42 Uhr

Zu einem ganztägig geöffneten Haus des gemeinsamen Lernens und Zusammenlebens, so die Schulleiterin, soll die Einrichtung werden. Der Nachmittagsunterricht beginnt um 14 Uhr und endet gegen 16 Uhr. Eine zuverlässige Hausarbeitsbetreuung ist geplant. Die Kursangebote werden die Wünsche der Schüler widerspiegeln.

Dazu sollen Kooperationen mit örtlichen Vereinen und Organisationen eingegangen werden. Die Teilnahme am Nachmittagsunterricht ist freiwillig.

Anfangs wird es das Ganztagesangebot nur für die Fünftklässler geben und dann auch nur an drei Tagen in der Woche. „Allmählich hochwachsen“ soll es, so Karen Frers. Sie lobte die Unterstützung durch den Schulelternbeirat und das Amt Moorrege bei der Erarbeitung des Konzepts.

Einige räumliche Veränderungen sich nötig, damit eine offene Ganztagsschule funktionieren kann. Dickster Brocken dürfte der Bau einer Mensa sein. Die kann auch als „Kommunikations- und Entspannungszone“ genutzt werden. Eine Lernwerkstatt mit PC-Arbeitsplätzen ist ebenso vonnöten wie zusätzliche Stillarbeitsräume. Es müssen Zimmer für Kursleiter und die Leitung der offenen Ganztagsschule geschaffen werden.

Räumlichkeiten sind notwendig, in denen Bastel- und weiteres Material gelagert wird. Die Sporthalle muss auch nachmittags von der Schule genutzt werden können, was die Frage aufwirft, wie die Vereine damit umgehen, die derzeit die Halle belegen. Und um die Schüler angemessen zu fördern, soll neues Lernmaterial angeschafft werden. Während außerordentlichen Sitzungen der Schulkonferenz und des Schulelternbeirates ist das Konzept abgesegnet worden.

Schulleitungsteam und die vier Bürgermeister der die Schule tragenden Kommunen haben konferiert. Die Verbandsversammlung nahm das Papier zustimmend zur Kenntnis. Eingeladen wurden die Gemeindeoberhäupter nach Pinneberg zu einem Gespräch im Schulamt.

Seinen letzten Segen bekommt das Konzept vom Kieler Bildungsministerium. Das Genehmigungsverfahren beginnt allerdings erst Anfang Mai, da das neue Schulgesetz frühestens im Januar verabschiedet wird. Deswegen musste Karen Frers erklären, dass sie – wie die Rektoren vieler weiterer Schulen – „noch nicht alle Einzelfragen von Eltern der zukünftigen Fünftklässler beantworten kann“.

Zu der Frage der Finanzierung der offenen Ganztagsschule lesen Sie mehr im unten stehenden Artikel.

u Die Kosten der SchulerweiterungDer Haushalt 2014 ist während der Sitzung des Schulzweckverbandes verabschiedet worden. Darin ist jedoch noch kein Cent für den Umbau zur offenen Ganztagsschule enthalten. Das werde im Herbst eingearbeitet, wenn man wisse, was man wolle, erklärte Rolf Herrmann, Vorsitzender des Finanz- und Bauausschusses.

Dazu gibt es erste Schätzungen. Allein der Bau einer Mensa wird mit 1,7 Millionen Euro veranschlagt. Der alte Baukörper – er wurde 1974 errichtet – muss saniert und erweitert werden. Zusammen mit der zwischenzeitigen Unterbringung von Schülern in Containern werden Gesamtkosten von knapp zehn Millionen Euro geschätzt.

Zur Finanzierung möchte man Gemeinden heranziehen, die zahlreiche Schüler in Moorrege unterrichten lassen. Denn nur noch die Hälfte der 505 Mädchen und Jungen kommen aus den vier, das Schulzentrum tragenden Gemeinde Moorrege, Heist, Haseldorf und Haselau. Zum Beispiel kommen aus Appen 95, aus Holm 68 und aus Hetlingen 29 Schüler.

Appen hatte sich bereits 2004 bei dem Anbau finanziell beteiligt. Sollten sich diese Gemeinden weigern, könnte ihren Schül-ern der Zugang zur Moorreger Schule verweigert werden.

Und da die von den Kommunen zu zahlenden Schulkosten für die Geestschule deutlich unter denen für Bildungseinrichtungen in Städten wie Uetersen und Wedel liegen, käme langfristig eine Verweigerung für Appen, Holm und Hetlingen teurer als ein Mitmachen. Geprüft wurden übrigens auch die Kosten für Abriss und Neubau der Noch-Regionalschule. Doch diese 15,5 Millionen Euro wollen die Politiker nicht ausgeben. (tp)

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