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Streit über Wertschätzung und Respekt : Ganz dicke Luft im Hauptausschuss

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Bürgermeisterin und der Hauptausschussvorsitzende lieferten sich Wortgefechte über Wertschätzung und Respekt.

shz.de von
erstellt am 15.Jun.2017 | 10:00 Uhr

Uetersen | Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD) redete am Dienstagabend im Hauptausschuss Klartext. Ihr „Bericht der Verwaltung“ mündete in einem Rüffel in Richtung des Ausschussvorsitzenden Andreas Stief (CDU).

„Wir brauchen eine Kultur des Respekts trotz Wahlkampfes“, sagte Hansen. Das gelte auch gegenüber ihren Mitarbeitern. Etliche Male waren Hansen und Stief in jüngster Vergangenheit aneinander geraten. Die Bürgermeisterin machte jetzt deutlich, die kritische Wortwahl Stiefs beim Thema Tempo-30-Zonen am Ossenpadd und in der Alsenstraße nicht unkommentiert hinnehmen zu wollen. Stief hatte öffentlich angemerkt, dass die Verwaltung den Beschluss des Ausschusses erst nach mehrmaligem Nachbohren umgesetzt habe und gesagt, dass die Bürgermeisterin damit die Sicherheit der Öffentlichkeit aufs Spiel setze. Das klärende Gespräch sollte man dabei vorschalten, so Hansen, die weiter äußerte, dass dieses Vokabular offensichtlich ausschließlich von Männern gebraucht werde. Warum das so sei, könne vielleicht die Gleichstellungsbeauftragte erklären. Nachfragen dürfe man gerne − aber ohne Beschädigung der Person. Hansen: „Man darf die Arbeit auch gerne wertschätzen. Und von dieser gibt es in diesem kleinen Rathaus wahrlich genug.“ Stief entgegnete, lediglich die Instrumente der Selbstverwaltung genutzt zu haben. „Wir diskreditieren die Mitarbeiter nicht. Wir haben uns über diverse Dinge sehr positiv geäußert. Die Tempo-30-Zone hätten Sie ja auch über eine Eilentscheidung anordnen können. Darin sind Sie ja geübt.“ Hansen verärgert: „Auch das ist eine Provokation, und das lasse ich nicht unbeantwortet.“ Gleichstellungsbeauftragte Christiane Greve wollte die Frage der Bürgermeisterin nicht beantworten. Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte sie: „Ich wäre bereit, ein Gendertraining durchzuführen.“

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