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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 03:46 Uhr

Jahrestreffen : FWH kämpft mit Desinteresse

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Bericht des Vorsitzenden fiel kurz aus, zu kurz für manch einen Zuhörer. Während der Jahreshauptversammlung der Freien Wählergemeinschaft Heist (FWH) sagte das Gründungsmitglied Karl Plagge: „Wir müssen was machen, sonst geht es in die Hose. Der Vorstand muss auch mal powern.“

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2016 | 18:15 Uhr

Der Vorsitzende Wolfgang Aschert hatte berichtet, dass die Mitglieder die Aktivitäten der Gruppierung während des vergangenen Jahres kaum wahrgenommen hatten. Zum Grünkohlessen erschienen Gäste, aber die für Himmelfahrt geplante Fahrradtour und ein Kegelabend fielen aus.

Mangels Berichten veröffentlichte die FWH erstmals kein Dorfblatt. 2014 war das Info-Heft zweimal, zuvor sogar drei- bis viermal jährlich erschienen. Für eine neue Ausgabe lägen aber Texte vor.

Der Vorstand tagte 2015 nur einmal, da er sich vermehrt per E-Mail oder bei den Fraktionssitzungen beriet. Immerhin habe Aschert der FWH durch seinen Einsatz als ehrenamtlicher Flüchtlingskoordinator ein Gesicht verliehen, betonte er.

Eine Ursache für die Misere sah die Schriftführerin Andrea Mrosk in einem allgemeinen Desinteresse. „Ich versuche, die Leute zu begeistern, aber du kriegst sie nicht“, klagte sie. Viele forderten mehr Einsatz, aber niemand sei bereit, selbst anzupacken. Diese Zurückhaltung erschrecke sie gerade in ihrer eigenen Generation der etwa 40-Jährigen. „Das sind ja eigentlich die, die das Leben im Dorf tragen müssten“, so Mrosk.

Das Problem zeige sich auch in anderen Vereinigungen. Der Kassenwart bedauerte: „Der dörfliche Zusammenhalt stirbt aus.“

Einen Stillstand beklagte Aschert bei dem seit zwei Jahren geplanten Austausch von Glascontainern. Anwohner hatten sich wegen des Lärms beklagt. Die Firma habe die alten Container abgebaut, aber 14 Tage später wieder dieselben Modelle aufgestellt. Einer Aufforderung des Amts sei das Unternehmen nicht nachgekommen. „Ich habe den Eindruck, diese Firma will die Gemeinde vorführen“, sagte Aschert. Der Vertrag laufe aber in einem halben Jahr aus.

Mit neuen Ideen versucht der Vorstand, mehr Menschen anzuziehen. Aschert regte einen Vortrag der Polizei über Einbruchschutz an. Im Sommer will er auf dem Bolzplatz ein Zelt aufstellen und eine Party ausrichten, bei der sich Alteingesessene und Flüchtlinge kennen lernen können.

Bei Wahlen wurden in ihren Ämtern bestätigt Aschert, Erwin Aug als sein Stellvertreter, der Kassenwart Manfred Lüders, die Schriftführerin Andrea Mrosk, die Besitzer Silke Ohage, Daniel Rau und Peter Heerklotz. Uschi Lüders löste den Beisitzer Karl-Wilhelm Ries ab.

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