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Mögliche Fusion Tornesch-Uetersen : Fusions-Fakten liegen nun vor

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Bislang hielt sich das Bürgerinteresse an den öffentlichen Sitzungen des Fusionsausschusses in Grenzen. Doch diesmal waren zahlreiche Besucherplätze im Sitzungssaal des Tornescher Rathauses besetzt. Denn im Mittelpunkt der Beratung der Tornescher Hauptausschuss-Mitglieder und der Mitglieder des Uetersener Sonderausschusses Fusion Uetersen/Tornesch stand die Vorstellung der Ergebnisse der Fusionsprüfung.

Damit beauftragt worden war im vergangenen Jahr das Hamburger Unternehmen Ramboll Management Consulting. Angela Köllner und Ansgar Kramer hatten im Oktober 2012 mit den gutachterlichen Berechnungen und Gesprächen anhand der zuvor mit dem Fusionsausschuss definierten Prämissen begonnen und quasi bis einen Tag vor der Ergebnispräsentation daran gearbeitet. Denn der Zeitplan war vor dem Hintergrund der Durchführung eines Bürgerentscheids zur Fusion am Tag der Bundestagswahl (22. September) aktualisiert worden. Und so hatten auch die Fusionsausschuss-Mitglieder der beiden Kommunen die Ergebnisse der Fusionsprüfung vor der Sitzung noch nicht in der Hand. Sie erhielten sie in der Sitzung als Tischvorlage und mit detaillierten Erläuterungen in einem gut zweistündigen Vortrag durch die Ramboll-Mitarbeiter Angela Köllner und Ansgar Kramer.

„Wir geben heute keine Empfehlung ab, sondern legen nur die Fakten auf den Tisch“, betonte Angela Köllner. Sie verwies darauf, dass noch Informationen aus dem Innenministerium des Landes zu bestimmten Rahmenbedingungen fehlen und auch die Ergebnisse eines Gespräches mit dem Landrat noch nicht eingearbeitet werden konnten. Zu den Fakten, die nun den Tornescher und Uetersener Politikern vorgelegt wurden, zählten: regionalräumliche Effekte einer Fusion (wirtschaftliche und soziodemografische Betrachtung, Einstufung im zentralörtlichen System), finanzielle Gegenüberstellung beider Kommunen (Finanzstatus, Beteiligungen, Steuern, Gebühren), Skizze einer gemeinsamen Organisation (Aufgabenwahrnehmung, Verwaltungsstandorte) sowie vorläufige fusionsbedingte Synergien und Kosten.

„Wenn man das so hört, sieht das Ganze nach einer Null-Summe aus. Aber wir haben noch keine Aussage vom Land zur Einstufung und zur Hochzeitsprämie, da könnte sicher noch nachverhandelt werden“, so der Tornescher Bürgermeister Roland Krügel. Die noch ausstehenden Ergebnisse sollen bis Ende März in das Gutachten eingearbeitet werden. Danach soll die Phase der Bürgerbeteiligung beginnen und zwar am 16. April mit einer Veranstaltung in Uetersen und am 17. April in Tornesch. Außerdem werden die Bürger in einem Online-Frageforum die Möglichkeit für Fragen und Antworten zur Fusion erhalten. Der Zeitplan wurde dahingehend aktualisiert, dass noch vor der Kommunalwahl der Fusionsausschuss eine Beschlussempfehlung an die Ratsversammlungen gibt, in den „alten“ Ratsversammlungen eine Fragestellung für den Bürgerentscheid erarbeitet wird und in den jeweils ersten Sitzungen der „neuen“ Ratsversammlungen im Juni die Beschlüsse zum Bürgerentscheid gefasst werden sollen.

Einzelheiten über die Ergebnisse der Fusionsprüfung und Fragen der Politiker lesen Sie in den kommenden UeNa-Ausgaben.

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erstellt am 06.Mär.2013 | 20:47 Uhr

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