Erinnerung : „Für uns ist es normal, zu sagen, was wir denken“

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„Dass Sophie Scholl und ihr Bruder Hans sich nicht einmal verteidigen konnten und mit welcher Härte gegen so junge Menschen vorgegangen wurde, ist erschreckend“, sagte Pia Söhngen ergriffen. „Für uns ist es ganz normal, dass wir frei sagen können, was wir denken. Dass das damals nicht möglich war, zeigt der Film noch einmal deutlich “, ergänzte ihre Freundin Katharina Wessel.

shz.de von
25. Februar 2013, 21:31 Uhr

Zusammen mit 190 Mitschülerinnen und Mitschülern der 10. Klassen und der Oberstufe des Ludwig-Meyn-Gymnasiums haben die beiden den Film „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ im Uetersener Burgkino gesehen.

„Der Kampf der Geschwister Scholl gegen das nationalsozialistische Unrechtsregime gehört zum kollektiven Gedächtnis der Bundesrepublik Deutschland. Die Fachschaft Geschichte des LMG hat dies zum Anlass genommen, am 22. Februar, dem 70. Jahrestag der Hinrichtung, eine Veranstaltung zum Gedenken an die Widerstandsgruppe ‚Weiße Rose’ zu organisieren“, sagte Initiator Dr. Sönke Zankel.

Während einer Podiumsdiskussion, die sich der Vorführung anschloss und die Geschichtslehrer Peter Schmidt moderierte, suchten Lehrer Zankel und die Oberstufenschüler Fabio Voss, Jan Geffert, Jan Eike Schönfelder, Philipp Henningsen und Finn Stolle Antworten auf Fragen wie: Brauchen wir Vorbilder? Was für Vorbilder sind das heute? Warum sind Sophie und Hans Scholl bekannter als andere Widerstandskämpfer? An welche Widerstandskämpfer erinnern sich die Menschen? Ist ein Film ein geeignetes Mittel, um Erinnerungen wachzuhalten? „Der Film allein reicht nicht. Wir müssen die Idee der Humanität der Geschwister Scholl mitnehmen – in Form von Taten.“ Für diesen abschließenden Appell erntete Sönke Zankel den Applaus der Gymnasiasten.

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