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Uetersener Nachrichten

17. August 2017 | 13:52 Uhr

Ehrenamt : Für Menschen mit Handicap

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Mein Ziel ist es, so viel für Menschen mit Handicap zu erreichen, dass die Stelle eines Behindertenbeauftragten abgeschafft werden kann“, sagt Axel Vogt. Über alle Fraktionsgrenzen hinweg herrschte Einigkeit: Der 55 Jahre alte Pinneberger Bankkaufmann ist dank seiner Persönlichkeit und seiner Erfahrungen der richtige Mann für die wichtige Aufgabe, die Interessen von Menschen mit Handicap zu vertreten und ihre Bedürfnisse in den Fokus zu rücken.

Er wurde einstimmig zum 1. März 2015 für zunächst zwei Jahre zum ersten ehrenamtlichen Beauftragten für Menschen mit Behinderung des Kreises Pinneberg bestellt.

Die Abgeordneten aller im Kreistag vertretenen Parteien sind überzeugt von der Entscheidung für den dreifachen Familienvater. „Axel Vogt ist genau der, den wir gesucht haben“, sagte Sozialdemokrat Hans-Peter Stahl, Ausschussvorsitzender für Soziales, Gesundheit, Gleichstellung und Senioren. Auch Christian Saborowski (CDU) und Zweite Stellvertretende Kreispräsidentin Sabine Schaefer-Maniezki (Bündnis 90/Die Grünen) sicherten Vogt ihre Unterstützung zu.

Vogt selbst hat sich drei Ziele gesteckt: Er möchte mit Betroffenenverbänden zusammenarbeiten, Brücken bauen und Familienangehörige unterstützen. „Die Entscheidung, einen Behindertenbeauftragten zu bestellen, ist eine gute Entscheidung und ein Riesenschritt für die Betroffenen“, sagte Vogt. Er versprach, mit hohem Engagement, aber auch mit Augenmaß an die vor ihm liegende Aufgabe zu gehen. Einen Gedanken gab er den Anwesenden mit auf den Weg. „Jeder von uns war einmal der erste im Rahmen eines Wettbewerbs – das gilt auch für Behinderte“, sagte er. Durch das Schicksal seines jüngsten, inzwischen zehn Jahre alten Sohnes, der durch Sauerstoffmangel unter der Geburt schwerstbehindert ist, ist Vogt selbst betroffen. Beruflich leitet er den Bereich Immobilien bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein.

Die Kreistagsabgeordneten überzeugte er vor allem als offener und lebendiger Gesprächspartner. Ihm sind Netzwerkarbeit, die Erarbeitung strategischer Entscheidungen und ehrenamtliche Arbeit vertraut. Er setzte sich gegen sieben Mitbewerber durch. „Herr Vogt hat ein hohes Interesse, die Aufgaben des Behindertenbeauftragten zu übernehmen, um aktiv die Themen von behinderten Menschen und ihren Familien mitzugestalten und zu steuern. Er möchte ihr Interessenvertreter sein, um die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Handicaps im Kreisgebiet mit zu verankern“, heißt es in der Begründung. Die Tätigkeit als Behindertenbeauftragter ist der Stabsstelle des Landrats angegliedert.

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erstellt am 27.Feb.2015 | 17:25 Uhr

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