zur Navigation springen

Interkulturelle Woche : Für mehr Verständnis werben

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In Deutschland leben fast 16 Millionen Menschen mit einem sogenannten Migrationshintergrund. Egal, ob sie hier geboren worden oder zugewandert sind, die meisten dieser Menschen spüren im täglichen Umgang mit anderen, dass sie vielleicht alles Mögliche sind, nur eines nicht: Deutsche. Die Frage ist nun, was heißt heute überhaupt, deutsch zu sein?

Während der Interkulturellen Woche, die heute um 15 Uhr mit einem „Interkulturellen Spielenachmittag“ im Stadtwerkehaus beginnt (wir berichteten), wird das Thema aufgegriffen. Michael Haase, Leiter der Stadtbücherei an der Berliner Straße, und Uetersens Gleichstellungsbeauftragte Christiane Greve laden gemeinsam zu einer Lesung aus dem Buch „Wir neuen Deutschen –Wer wir sind, was wir wollen“ ein. Die Lesung am 1. Oktober in der Bücherei beginnt um 19 Uhr. Einen die Lesung begleitenden Büchertisch betreut eine Mitarbeiterin der Buchhandlung Lavorenz. Das Buch wurde von drei Frauen geschrieben, die Einwandererfamilien entstammen. „Wir neuen Deutschen“ berichtet von einem Lebensgefühl, das die Autorinnen mit vielen teilen: ein Lebensgefühl jenseits eindeutiger Zugehörigkeiten. Özlem Topcu (türkische Wurzeln), Alice Bota (polnische Wurzeln) und Khue Pham (vietnamesische Wurzeln) sind es leid, dass über ihre Köpfe hinweg bestimmt wird, wer zu dieser Gesellschaft gehört und wer nicht.

Und dass immer noch so getan wird, als ließen sich die Probleme lösen, indem die Migranten verschwinden. Denn, darin sind sich die Autorinnen einig, das werden sie nicht tun: Sie gehören hierher und sie fordern ihren Platz ein. Lesen wird Khue Pham.

Michael Hasse erinnert sich noch genau an die Lesung mit Nguyen Phong Dien, der vor zwei Jahren im Rahmen der Interkulturellen Woche gelesen und dabei über sein Schicksal als Flüchtlingskind (Vietnamkrieg) berichtet hatte. Das Interesse am Thema sei sehr groß gewesen. Insofern rechnen er und die Gleichstellungsbeauftragte mit einer ähnlichen Resonanz. Weil eine Plätzereservierung nicht möglich ist, sichert frühes Kommen die besten Plätze.

zur Startseite

von
erstellt am 25.Sep.2015 | 21:32 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert