Aktion : Für gesunde Kinder

Auch im Pinneberger Landkreis ist jedes zehnte Kind zwischen drei und zehn Jahren von wiederkehrenden Schmerzen be-troffen. 40 Prozent dieser Kinder nehmen deshalb sogar regelmäßig Medikamente. Um chronische Schmerzen zu verhindern, wurde jetzt das landesweite Projekt „fit und stark plus“ entwickelt, das nun auch im Kreis Pinneberg eingeführt wird. Das Programm überzeugt in mehrfacher Hinsicht: „Es fördert das Gesundheitsbewusstsein der Kinder, steigert ihr Wohlbefinden und führt zu einer geringeren Medikamenteneinnahme und außerdem zu weniger Arztbesuchen. Das sind gute Voraussetzungen für eine gesunde Ent-wicklung unserer Kinder“, so AOK-

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07. Februar 2013, 18:09 Uhr

Niederlassungsleiter Jürgen Schröder aus Pinneberg. Die Schirmherrschaft für das Projekt hat Landes-Bildungsministerin Waltraud Wende übernommen.

Bei „fit und stark plus“ handelt es sich um ein ganzheitliches Programm zur Gesundheitsförderung in Grundschulen. Die Kinder lernen, wie sie Verantwortung für ihre eigene Gesundheit übernehmen. Im Unterricht werden ihnen Themen wie der Genuss gesunder Ernährung, Freude an Bewegung und das Lösen von Konflikten spielerisch vermittelt. „Es ist wichtig, dass Kinder früh erfahren, wie viel Spaß es macht, sich wohl zu fühlen und was sie selbst dazu beitragen können. Und ganz nebenbei entwickelt sich ein gutes Klassenklima, was Lehrkräften das Unterrichten erleichtert“, so Projektkoordinatorin Susanne Samelin.

Auch Grundschulen im Kreis Pinneberg können jetzt von den guten Erfahrungen aus der Pilotphase profitieren: Die ersten 150 Klassen Schleswig-Holsteins, die sich bewerben, erhalten nämlich eine Lehrerschulung inklusive Material für vier Schuljahre im Wert von 1200 Euro. Bewerbungsende ist der 31. März. Das bundesweit einzigartige Programm zur Gesundheitsförderung wurde in den vergangenen fünf Jahren in Schleswig-Holstein erprobt und lässt sich in den Regelschulunterricht integrieren. Das gemeinnützige Institut für angewandte Prävention und Gesundheitsforschung hat das Programm entwickelt, die Forschungsgruppe „Schmerzen“ der Universität Lübeck hat seine Wirksamkeit im Rahmen einer Studie überprüft. Kooperationspartner sind die AOKNordwest und die Possehl-Stiftung Lübeck, die das Programm im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie finanzieren. Mehr Informationen zum Gesundheitsprogramm Programm gibt es bei Projektkoordinatorin Susanne Samelin unter der Telefonnummer 0451/69333630. Bewerbungen per E-Mail an samelin@fitundstarkplus.de

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