Kreisjugendring : Für Freundschaft und Frieden

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Zuletzt war mit Björn Engholm ein Ministerpräsident zu Gast beim Kreisjugendring (KJR). Das ist lange her. Nun hat sein Parteifreund Torsten Albig, ohnehin wegen einer Veranstaltung in der Region, die Gelegenheit genutzt und der Chronik des Jugendverbandes seinen Namen hinzugefügt: Am Wochenende war er für viele andere Gäste überraschend auf dem Neujahrsempfang des Jugendverbandes aufgetaucht. „Die Staatskanzlei hat mir frei gegeben“, sagte der gut aufgelegte Chef der Landesregierung angesichts der begeisterten Reaktionen auf sein Erscheinen.

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12. Januar 2015, 21:15 Uhr

In seiner kurzen Rede, ohne Manuskript gehalten, bekannte sich der Ministerpräsident später klar zur Jugendverbandsarbeit und rief die Aktiven dazu auf, trotz schwieriger Rahmenbedingungen in ihrem Engagement nicht nachzulassen. „Wir müssen Jugendlichen beibringen, dass eine freiheitliche abendländische Gesellschaft etwas mit Frieden, Freundschaft und Herzenswärme zu tun hat“, sagte Torsten Albig. Beim Kreisjugendring werde das in vorbildlicher Weise vorgelebt.

Mit deutlichen Worten distanzierte er sich im Zusammenhang mit den jüngsten Terroranschlägen und vor dem Hintergrund der Pegida-Bewegung von „Mördern, Schweigern und Wegsehern“ und sprach sich für eine Willkommenskultur aus. „Jemand ist mir nur so lange fremd, wie ich ihn nicht kennengelernt habe.“ Auch auf die Kritik an einer Entscheidung des Pinneberger Kreistages, wonach die Jugendnetzwerkarbeit „Haus der kleinen Forscher“ zukünftig nicht mehr unterstützt wird, ging Albig ein, wenn auch wenig konkret.

Eine starke Verbandsarbeit wie der KJR sie leiste, brauche auch „monetäre Unterstützung“. Das Land werde mit den Akteuren vor Ort jedes Jahr einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gehen. „Allerdings kann und darf jeder aktiv werden und sich einbringen, bevor ein Scheck ausgestellt wurde.“ „Wir brauchen Sie. Helfen Sie uns, besser zu werden“, sagte er an die Adresse von KJR-Vorstand und -Geschäftsführung. Großes Lob gab es außerdem für den „Appen musiziert“-Initiator Rolf Heidenberger (kleines Foto: cel), neben dem Ministerpräsidenten zweiter Ehrengast. Der Appener hatte zuvor sein Konzept für eine Großveranstaltung im Spätsommer zusammen mit dem Kreisjugendring und die Geschichte der Initiative vorgestellt. Torsten Albig bescheinigte dem Kaufmann ein großes Herz und „unglaubliche Wärme“. „Dieses Land ist sehr stolz auf Sie“, so der Ministerpräsident.

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