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Rede vor 500 Gästen : Für eine höhere Bildungsqualität

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es begann mit einer Botschaft, mit dem klar formulierten Wunsch nach mehr Gemeinsinn, mehr Verständnis füreinander und weniger Egoismus: Grundschüler haben mit einem Reigen aus Gedichten und Liedern den traditionellen Neujahrsempfang in Moorrege gestern eröffnet. Dabei ging es in ihren Texten immer wieder um Themen wie Liebe und Frieden sowie die Fähigkeit, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.

Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg griff diesen Punkt im Verlauf der fast dreistündigen Veranstaltung später erneut auf und forderte alle Bürger zum gemeinsamen Handeln auf. „Eine gute Zukunft für unsere Gemeinde hängt nicht nur von denen ab, die in der Gemeinde aktiv sind, sondern hängt von jedem Einzelnen von uns ab“, sagte er. Vor 500 Gästen, darunter neben den Landtagsabgeordneten Barbara Ostmeier (CDU) und Ernst Dieter Rossmann (SPD) auch Landrat Oliver Stolz und der Hamburger Dirigent Robert Stehli, sparte Weinberg aber nicht mit Kritik an der aktuellen Bildungspolitik, die er als „Dauerbaustelle“ bezeichnete. In der Schullandschaft seien weder Kontinuität noch Verlässlichkeit zu erkennen, stattdessen werde jedes Jahr eine neue Reform „aus dem Hut gezaubert“. Es sei an der Zeit, die Verbesserung der Bildungsqualität mehr in den Vordergrund zu rücken.

Weinberg kündigte für 2014 weitere Investitionen in die Schulen im Dorf und speziell in die Hinführung der Regionalschule zu einer offenen Ganztagsschule an. Das, so der Bürgermeister, werde allerdings nur „im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten“ geschehen.

Die geplante Reform des kommunalen Finanzausgleichs stößt auch in Moorrege auf wenig Verständnis. Es zeichne sich eine einseitige Mittelverschiebung zugunsten der vier hoch verschuldeten kreisfreien Städte ab, der gemeindliche Bereich sei damit unterfinanziert. „Die sparsamen Gemeinden werden bestraft und nicht gestärkt“, so der Bürgermeister.

Für ganz besondere Momente während der festlichen Veranstaltung sorgte der erst 13 Jahre alte Tobias Hecht. Der einstige Kinderprinz der Moorreger Karnevalisten nahm in einem von seinem Vater verfassten Gedicht die politische Landschaft so gekonnt aufs Korn, dass es ein wahres Vergnügen war.

Neben ihm standen auch Gerhard Quade, Peter Nacke und Jürgen Bühse im Mittelpunkt. Sie wurden für ihren Einsatz bei Aufbau und Betrieb des Moorreger Heimatmuseums ausgezeichnet. Ebenfalls geehrt wurden die Mitglieder einer neuen Spezialeinheit der Moorreger Feuerwehr: Die First Responder-Gruppe besteht aus medizinisch geschulten Feuerwehrleuten, die im Unglücksfall die Erstversorgung der Opfer übernehmen, bis schließlich der Notarzt eintrifft.

Für den musikalischen Rahmen sorgten nicht nur die Chorknaben und der Chor Voice & Spirit, sondern auch eine Gruppe Moorreger Grundschüler sowie der Klarinettist Eduard Don und der Pianist Jason Ponce.

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erstellt am 19.Jan.2014 | 21:54 Uhr

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