zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

11. Dezember 2017 | 20:44 Uhr

Jubiläum : Für den Umweltschutz vor Ort

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Den Schutz der Umwelt hat sich die Arbeitsgemeinschaft gleich in doppelter Weise auf die Fahnen geschrieben. Zum Einen arbeitet man ganz praktisch, hat etwa mit der Schachblumenwiese im Zwischendeichbereich ein Refugium für die vom Aussterben bedrohte Pflanze geschaffen. Die Arge Umweltschutz Haseldorfer Marsch mischt sich aber auch politisch ein. Derzeit sorgt man mit Veranstaltungen für Informationen zum Thema „Fracking“.

shz.de von
erstellt am 04.Feb.2015 | 19:24 Uhr

Vor 40 Jahren wurde die Arbeitsgemeinschaft aus der Taufe gehoben und dies ist nicht nur Anlass für einen Rückblick, sondern auch für eine Feier (mehr dazu lesen Sie im nebenstehenden Artikel).

„Wir wollten einen lokalen Verein ohne übergeordnete Verpflichtungen gründen“, erinnert sich Jochen Steinhardt-Wulff. Der Lebensraum vor Ort sollte geschützt werden. Viele Mitglieder seien auch beim Nabu dabei, so Steinhardt-Wulff, möchten aber nicht bei jeder, von der Bundeszentrale verordneten Aktion mitmachen.

„Wir beschäftigen uns im Grunde immer wieder mit den gleichen Themen“, hat der Vorsitzende Ralf Hübner beim Blättern in den Chroniken zum zehn- und 20-jährigen Bestehen festgestellt. So unterstützte die Arge in der Anfangszeit die Familie Renders beim letztlich erfolgreichen gerichtlichen Kampf gegen den Gestank vom Klärwerk. Und 2009/10 wurde Druck gemacht, damit die defekten Wäscher vom Abwasser-Zweckverband ausgetauscht wurden und damit die Geruchsbelästigungen aufhörten.

Bei der praktischen Arbeit kümmerte man sich früher um den Erhalt der Marsch-typischen Kopfweiden. Derzeit steht eine Blumenwiese am Ortsausgang in Richtung Haseldorf im Zentrum. Die wurde gepachtet und es soll gezeigt werden, „dass in der quitschegrünen Marsch auch Blumen blühen können“, so Steinhardt-Wulff.

Die Projekte werden bewusst überschaubar gehalten. 55 Mitglieder hat die Arge. Acht bis zehn kommen zusammen, wenn angepackt werden soll. „Wir können nur so viel machen, wie es unsere Personallage zulässt“, sagt Hübner. Wie in zahlreichen Vereinen ist die Zahl der Aktiven rückläufig und zudem steigt der Altersdurchschnitt kontinuierlich. Mit Professor Dr. Norbert Lehnart, Siegfried Zell, Steinhardt-Wulff und Hübner hatte die Arge vier Vorsitzende in 40 Jahren. Am längsten, immerhin 17 Jahre hatte Steinhardt-Wulff den Chefposten inne. Hübner steht seit 2008 an der Spitze.

Besonders stolz ist man bei der Arge übrigens auf die Fotovoltaikanlagen auf der Grundschule und der Kirche, deren Aufstellung initiiert beziehungsweise unterstützt wurden. Durch die Stromproduktion auf der Bildungseinrichtung seien allein 20000 Kilogramm Kohlendioxid eingespart worden, so Steinhardt-Wulff.

Präsenz im Internet

Ein Fest für die Mitglieder sowie interessierte Bürger will der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz Haseldorfer Marsch am Sonntag, 15. Februar, organisieren. Um 11 Uhr soll es in der Hetlinger Gaststätte „Op de Deel“ losgehen. Bürgermeister haben Schreiben bekommen und die Hetlinger werden noch informiert, aber ansonsten hat man bewusst auf eine lang Einladungsliste verzichtet. Es soll wenige und kurze Reden geben. Mitglieder wollen an einem Zeitstrahl Erfolge und Misserfolge des Vereins auflisten.

Zum zehn- und 20-jährigen Bestehen waren Broschüren erarbeitet worden. Darauf wird zum 40-jährigen verzichtet. Vielmehr hat man eine Internetseite geschaffen, auf der sich vieles aus der Geschichte und über die Arbeit der Arge wiederfinden soll. www.arge-umweltschutz.de

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert