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Musik und Malerei : Fünf Hochkarätige Preisträger

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es war ein Andrang wie selten, im Festsaal der Drostei, als gestern die Kulturpreise des Kreises verliehen wurden. Der Grund für den Andrang dürften hauptsächlich wohl die hochkarätigen Preisträger gewesen sein, deretwegen sich die rund 120 Zuhörer am sonntäglichen Vormittag eingefunden hatten.

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erstellt am 02.Nov.2014 | 17:39 Uhr

Der Anerkennungspreis in Höhe von 5000 Euro ging in diesem Jahr an die Malerin Anna Gudjonsdottir, die der Kunstmittler Hajo Schiff in seiner Laudatio mit den Worten „Sie denkt in der Zeichnung, sie schreibt im Bild“ beschrieb. Anna Gudjonsdottir kam in den Achtzigerjahren Nach Hamburg, wo sie freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste bei Professor Franz Erhard Walter studierte. Parallel zu ihrer künstlerischen Arbeit unterrichtete sie dort als Gastprofessorin, was sie auch an der Kunsthochschule ihrer Geburtsstadt Reykjavik tat.

Der Kultur-Förderpreis, der mit 2500 Euro dotiert ist, geht in diesem Jahr an das A-Capella-Ensemble „Quartonal“, das seine Ursprünge teilweise bei den Uetersener Chorknaben hat. Daher kam die Laudatio auch von Hans-Joachim Lustig, dem Leiter des Uetersener Knabenchors. Lustig widmete sich in seiner Rede hauptsächlich dem Werdegang der vier Musiker und der Frage „Wie geht es in einem Knabenchor zu? Warum singen gerade Jungs in einer solchen Gruppe?“ Die Antwort war so einfach wie bestechend: Vornehmlich deshalb, um mit Gleichaltrigen, aber auch Jüngeren und Älteren, etwas zu unternehmen. Wenn es gut laufe, so Lustig, dann nähmen die jungen Leute musikalisch etwas mit und entwickelten sich stimmlich weiter. „Wenn es sehr gut läuft, wächst ihre Liebe zur Musik – und das scheint bei den vier Jungs von Quartonal der Fall gewesen zu sein“, so der Chorleiter. „Ihnen war es nie genug, nur im Knabenchor mitzuwirken. Sie hatten immer auch den Wunsch, einmal in anderen sehr guten Chören zu singen und überdies auch ihre eigenen musikalischen Vorstellungen im eigenen Ensemble zu verwirklichen“, so Lustig weiter.

Die künstlerische Leiterin der Drostei, Stefanie Fricke (kl. Bild), trat gestern in ihrer neuen Funktion als Vorsitzende der Kulturpreisjury auf. Der Kulturpreis des Kreises Pinneberg sei zwar bedeutsam für jene die ihn erhielten, aber ebenso wichtig für diejenigen, die ihn vergeben und insbesodere für all jene, die vorschlagsberechtigt sind, nämlich die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Pinneberg.

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